
Mit der Verabschiedung der Vision 2020 für einen Gemeinsamen Forschungsraum haben sich die Mitgliedsstaaten 2008 entschieden, sowohl der Nachhaltigen Entwicklung als auch der Wettbewerbsfähigkeit Europas Vorschub zu leisten. Damit sind alle Aktivitäten und Strategien verbunden, die grenzüberschreitend Forschung und Entwicklung befördern. Europaweit soll so ein öffentlicher Raum für Wissen und Technologien geschaffen werden, in dem eine Synergie der Aktivitäten von Regionen und Nationen bzw. der Europäischen Union angestrebt wird.
Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (FP7) mit der Laufzeit 2007-2013 stellt dabei eine der wichtigsten Säulen dar. Mit einem Budget von ca. 53 Mrd. € wird mit Hilfe des Programms europaweit und unter Einbezug internationaler Partner Forschung gefördert. Für die Umweltforschung mit dem besonderen Fokus Klimawandel sind knapp 1,9 Mrd. € reserviert. Mitte des Jahres 2012 werden die letzten Ausschreibungen zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Rahmen des Förderzeitraums von FP7 veröffentlicht werden.
Neben den durch die EU-Kommission finanzierten Förderlinien gibt es vermehrt Aktivitäten zur Gestaltung gemeinsamer grenzüberschreitender Ausschreibungen und Programme für Forschung und Entwicklung, die durch die Mitgliedsstaaten federführend durchgeführt werden. Bereits im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm haben zu diesem Zweck Koordinationsnetzwerke im Europäischen Forschungsraum ERA-Netze (European Research Area Networks, ERA-Nets) ihre Arbeit aufgenommen. Sie werden derzeit durch die Initiativen zur Gemeinsamen Programmplanung (Joint Programming Initiatives, JPI) ergänzt. Sobald die Forschungsförderer der Länder sich auf die Themen und Modalitäten zu den Ausschreibungen geeinigt haben, werden sich für Akteure aus Wissenschaft und Forschung hier neue Beteiligungsmöglichkeiten ergeben.
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