Energie

Deutschland baut seine Energieversorgung um. Die Bundesregierung hat als Ziel ihrer Klimaschutzpolitik für 2020 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 festgeschrieben. Als langfristiges Ziel wird eine Verringerung um 80 bis 95 Prozent bis zum Jahr 2050 angestrebt. Da derzeit etwa 80 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland in Energieerzeugungsprozessen anfallen, ist der grundlegende Umbau der Energieversorgungsstrukturen hin zu erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz der Schlüssel für mehr Klimaschutz.

Erzeugung von Windenergie mit Windkraftanlagen im Vordergrund ein Rapsfeld (ECOLOG-Institut)
Erneuerbare Energie
Foto: ECOLOG-Institut

Als Energiewende wird in Deutschland die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit erneuerbaren Energien bezeichnet. Die Energiewende will den Verbrauch fossiler Energieträger senken. Dadurch werden der Ausstoß von Kohlendioxid sowie die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern gemindert.

Erneuerbare Energien ersetzen fossile Energieträger kontinuierlich. So sollen die erneuerbaren Energien bis 2050 rund 60 Prozent am Bruttoendenergieverbrauch bzw. 80 Prozent am Bruttostromverbrauch ausmachen. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist Energieeffizienz die zweite wichtige Säule der Energiewende. Ziel ist es, den Bedarf an Primärenergie in der Bundesrepublik bis 2050 gegenüber 2008 zu halbieren.

Existenz und der Wohlstand jedes Einzelnen hängen von einer funktionierenden Energieversorgung ab. Das Energiesystem der Zukunft soll gewährleisten, dass Deutschland bei wettbewerbsfähigen Energiepreisen und hohem Wohlstandsniveau eine der energieeffizientesten und umweltschonendsten Volkswirtschaften wird. Voraussetzung für eine nachhaltige Energieversorgung ist der mittel- bis langfristige Umbau der Energieversorgungsstrukturen. Der notwendige Transformationsprozess betrifft sowohl die Grundlagen der deutschen Wirtschaft als auch die vollständige Infrastruktur. Bergwerke, Kraftwerke, Pipelines, Wind- und Solaranlagen, Stromnetze, Fahrzeuge, Wärmeanlagen, aber auch Verkehrswege, Gebäude, Industrieanlagen sowie Informations- und Kommunikationseinrichtungen gilt es an das neue System anzupassen.

Mit dem 6. Energieforschungsprogramm „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ hat die Bundesregierung die Schwerpunkte ihrer Förderpolitik für die kommenden Jahre festgelegt. Diese Maßnahmen sind Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Wichtigstes Ziel der Energieforschungspolitik ist es, einen Beitrag zur Realisierung der energiewirtschaftlichen und klimapolitischen Vorgaben der Bundesregierung zu leisten. Daneben soll die führende Position deutscher Unternehmen auf dem Gebiet moderner Energietechnologien ausgebaut sowie technologische Optionen gesichert und erweitert werden.

Der Erfolgt der Energiewende wird maßgeblich auch davon abhängen, inwieweit es gelingt, mit neuen Technologien die Erwartungen der Gesellschaft zu erfüllen, die Nachfrage der Bürgerinnen und Bürger zu befriedigen und ihre Unterstützung und Akzeptanz zu gewinnen.

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