Forschung zu Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel
Dr. Birgit Nabbefeld, PT-DLR
Ssese-Islands Uganda - Steg im Victoriasee
Heute in Forschung zum Klimawandel investieren, um den Klimawandel zu begreifen, zu vermindern und damit umgehen zu lernen.
Das Klimaproblem ist wissenschaftlich bestätigt, die Wirkung des anthropogen bedingten Klimawandels wird sich in den kommenden Jahrzehnten verstärken. Es geht nicht mehr um das ob, sondern um das wie. Damit steigen die Anforderungen an das Wissen über klimasystemare Zusammenhänge. Die Klimaforschung muss für kurz- und mittelfristige Klimaänderungen Prognosefähigkeit entwickeln und damit Antworten auf planungsrelevante Bedarfe geben.
Darüber hinaus stellt der Umgang mit dem Klimawandel neue Anforderungen an das Transformations- und Innovationspotential der Gesellschaften. Entscheidungsprozesse (über Mitigations- und/oder Adaptationsmaßnahmen) finden auf allen nationalen wie internationalen, gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Ebenen statt. Zu berücksichtigen sind hier Kosten/Nutzen-Aspekte, die – ähnlich wie beim Klimaproblem selbst – mit Unsicherheiten verbunden sind, da Annahmen über in der Zukunft liegende Entwicklungen getroffen werden müssen.
Forschung für den Klimaschutz ist von großer strategischer Bedeutung. Sie soll
Veränderungen im Klimasystem bewerten und planungsrelevante Aussagen über zukünftige Klimaentwicklung auf regionaler Ebene treffen
Klimaschutzmaßnahmen und -technologien entwickeln (damit Deutschland seine internationalen Reduktionsverpflichtungen effizient erfüllen und gleichzeitig aussichtsreiche Zukunftsmärkte erschließen kann)
Wichtige Grundlagen und Beiträge liefern für die laufenden internationalen Verhandlungen zum Klimaschutz
Konzepte zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen entwickeln und demonstrieren
tragfähige Strategien und Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel entwickeln
Aufbau bzw. die Optimierung von Warnsystemen für den Katastrophenschutz ermöglichen
Die Forschung zum Klimaschutz in Deutschland nimmt auch internationale Verantwortung wahr, indem sie die Anpassungsfähigkeit in Entwicklungs- und Schwellenländern stärken hilft. Diese Länder sehen sich stärkeren Auswirkungen des Klimawandels gegenüber. Gleichzeitig sind sie aufgrund geringerer wirtschaftlicher und sozialer Widerstandskraft auch weniger anpassungsfähig.
Zur Erreichung dieser Forschungsziele werden im Rahmen fokussierter Fördermaßnahmen die in Deutschland vorhandenen Kompetenzen gebündelt und aufeinander abgestimmt. Die potentiellen Nutzer werden dabei frühzeitig eingebunden. In vielen Fällen erfolgt zudem eine Abstimmung der Fördermaßnahmen auf bi- oder multilateraler bzw. europäischer Ebene.
Urbanen Wachstumszentren kommt eine Schlüsselrolle beim globalen Klimaschutz (Mitigation) und für die Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) zu. Welche technischen und nicht-technischen Innovationen begünstigen ihre nachhaltige Entwicklung? mehr (URL: /de/10081)
Infographik Climate Engineering Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick beauftragt vom BMBF, 1 Seite Download(510 KB) (URL: http://www.fona.de/mediathek/pdf/Infografik_Climate_Engineering_de.pdf)
Gezielte Eingriffe in das Klima? Eine Bestandsaufnahme der Debatte zu Climate Engineering
Kiel Earth Institute (beauftragt vom BMBF), 189 Seiten Download(4,9 MB) (URL: http://www.fona.de/mediathek/pdf/Bestandsaufnahme_Debatte_Climate_Engineering_de.pdf)