11.07.2012
31.10.2017


Förderinitiative Energiespeicher

Ziel der Förderinitiative Energiespeicher ist es, die Entwicklung von Energiespeichertechnologien in Deutschland zu beschleunigen und somit die im Energiekonzept der Bundesregierung vom September 2010 vorgegebenen Ziele für die künftige Energieversorgung in Deutschland zu unterstützen.

Messen und Charakterisieren tubulärer Redox-Flow-Batterien am Prüfstand der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (A. von Stryk, HAW Hamburg)
Messen und Charakterisieren tubulärer Redox-Flow-Batterien am Prüfstand der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Foto: A. von Stryk, HAW Hamburg

Ein verbesserter Zugriff auf leistungsfähige, effiziente und wirtschaftlich zu betreibende Energiespeicher wird voraussichtlich von strategischer Bedeutung für den Übergang zu einer überwiegend auf erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung sein. Sie trennen den Zeitpunkt der Erzeugung und des Verbrauchs voneinander.

Um bis zum Jahr 2050 bei gleichbleibenden Anforderungen an die Versorgungssicherheit rund 60 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien decken zu können, soll die Förderinitiative Energiespeicher notwendige technologische Durchbrüche und Kostensenkungen unterstützen und zu einer schnellen Markteinführung neuer Energiespeicher beitragen. Für die im April 2011 gestartete Maßnahme wurden von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) rund 200 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Förderinitiative Energiespeicher deckt ein breites Themenspektrum ab: Forscher untersuchen Fragestellungen zu stofflichen, thermischen und elektrochemischen Speichern sowie zu systemanalytischen Ansätzen. Grundlagen- und anwendungsorientierte Projekte und Demonstrationsvorhaben leisten einen entscheidenden Beitrag, dass die Leistungsfähigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Speichertechnologien weiterentwickelt werden.

Auf der Internetseite www.forschung-energiespeicher.info sind die verschiedenen Speicherkonzepte sowie die Forschungsvorhaben der Initiative vorgestellt.

Welchen Beitrag können Energiespeicher für die Energiewende leisten? Wie lassen sich Speicher wirtschaftlich einsetzen? Diese Fragen diskutierten rund 270 Teilnehmer auf dem zweiten Statusseminar der Förderinitiative Energiespeicher, das vom 22. bis 23. April 2015 in Berlin stattfand. Dort stellten die Koordinatoren die Zwischenergebnisse ihrer Forschungsprojekte vor.
Deutlich wurde, dass die Wirtschaftlichkeit von Speichern mehr und mehr in den Vordergrund rückt. Zudem stellt das Identifizieren von Geschäftsmodellen eine aktuelle Herausforderung vieler Forschungsvorhaben dar. Einen ausführlichen Bericht zum Statusseminar gibt es hier.