Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Afrika - Regional Science Service Centres (RSSC)

Deutsche und afrikanische Forscher starten Initiative zur Anpassung an den Klimawandel
Aufbau einer Wetterstation in Angola (Marina Rizovski-Jansen, DLR-PT)
Aufbau einer Wetterstation in Angola
Foto: Marina Rizovski-Jansen, DLR-PT

Afrika ist der Kontinent mit den geringsten Schadstoffemissionen, aber der Klimawandel droht ihn besonders hart zu treffen. Afrika braucht daher eine stärkere Unterstützung bei der Entwicklung und Implementierung von Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Die Landnutzung ist dabei ein besonders wichtiger Faktor, denn die Leistungen der Ökosysteme sichern die existenziellen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen. Daher stellt sich die Frage immer dringlicher, mit welchen Klimaänderungen und welchen Konsequenzen für Landnutzung und Wasserressourcen die Länder Afrikas rechnen müssen.

Ziel der Initiative „Regional Science Service Centres in West and Southern Africa” ist es, den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen beim Aufbau entsprechender wissenschaftlicher Strukturen zu helfen, damit die Staaten vor Ort selbst valide Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihre Landnutzung und Wasserversorgung treffen können.

Gemeinsam mit Partnern aus zehn Ländern des westlichen und fünf Ländern des südlichen Afrikas hat das BMBF im Juli 2010 nach einjähriger Vorbereitungsphase begonnen, je ein regionales Kompetenzzentrum für Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (Regional Science Service Centre - RSSC) in Afrika aufzubauen.

Im westlichen Afrika arbeiten in WASCAL die Staaten Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Deutschland, Gambia, Ghana, Mali, Niger, Nigeria, Senegal und Togo zusammen.

Im südlichen Afrika wird SASSCAL gemeinsam mit Angola, Botswana, Deutschland, Namibia, Sambia und Südafrika umgesetzt.
 
Für beide Zentren investiert das BMBF bis zu 100 Millionen Euro.