11.01.2013
31.08.2018


Förderinitiative Zukunftsfähige Stromnetze

Die Forschung zum Ausbau der Stromnetzinfrastruktur und zur Einspeisung hoher Anteile erneuerbarer Energien in die Übertragungs- und Verteilnetze steht im Zentrum der Förderinitiative "Zukunftsfähige Stromnetze". Es gilt auf dem für die Umsetzung der Energiewende wichtigem Gebiet die notwendigen technologischen Voraussetzungen und Innovationen für eine langfristig gesicherte, bezahlbare und umweltverträgliche Stromversorgung zu schaffen. Dafür muss die Stromnetzinfrastruktur angepasst werden.
Strommasten im Abendlicht (M. Mies)
Förderinitiative Zukunftsfähige Stromnetze
Foto: M. Mies

Die Förderinitiative "Zukunftsfähige Stromnetze" ist Bestandteil des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördern insgesamt 81 Vorhaben mit einem Gesamtfördervolumen von etwa 141 Millionen Euro.

Ziel der Förderinitiative ist es, die Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern sowie internationale Forschungskooperationen zu erleichtern. Insgesamt sollen Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Ressourceneffizienz der Stromnetze und die Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland verbessert werden. Nach der gemein­samen Forschungsinitiative Energiespeichertechnologien im Sommer 2011 ist dies die zweite gemeinsame Maßnahme des Bundeswirtschaftsministeriums sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung.

Der Um- und Ausbau der Stromnetze umfasst sowohl die Übertragungsnetze, die den Strom auf Höchstspannungsniveau landesweit verteilen, als auch die Mittel­spannungs­- und Niederspannungsnetze, die den Strom zu den Verbrauchern bringen. Auf diesen Ebenen müssen vorhandene Potenziale identifiziert und ausgeschöpft werden, um bei den komplexer werdenden Netzbetriebssituationen eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten zu können.

Hierfür werden beispielsweise optimierte Materialien, flexibel ein­setzbare Betriebsmittel und innovative Übertragungstechnologien benötigt. Zusammen mit intelligenten Regel- und Steueralgorithmen können so leistungsfähige Stromnetze entste­hen, die alle aktiven Netzkomponenten berücksichtigen, vom Kraftwerk über dezentral ein­spei­sende Photovoltaikanlagen bis hin zu den Verbrauchern.

Anträge zur Förderinitiative konnten vom 11. Januar 2013 bis zum 27. März 2013 gestellt werden. Die Förderinitiative ist sowohl in der Industrie als auch bei Forschungseinrichtungen auf großes Interesse gestoßen. An den für die Förderung vorgesehenen Vorhaben beteiligen sich insgesamt 300 Hochschulinstitute und Forschungseinrichtungen und 400 Unternehmen - davon 160 kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://forschung-stromnetze.info/.

Zuletzt geändert: 01.09.2014