01.05.2015
30.04.2019


Förderung des Clusters Mangan - Mangan als Katalysator für die Elektrolyse

Für eine Zukunft mit einem sehr hohen Anteil an regenerativer Stromerzeugung ist das Konzept von Power-to-Gas vielversprechend. Hier wird überschüssiger Strom dazu verwendet, mit Hilfe der Wasserelektrolyse Wasserstoff zu produzieren und bei Bedarf in einem zweiten Schritt unter Verwendung von Kohlendioxid in synthetisches Methan umzuwandeln. Das Gas kann transportiert, gespeichert und in verschiedenen Anwendungsbereichen genutzt werden.

Auftakttreffen des Clusters MANGAN am MPI-CEC (Dr. Sebastian Neugebauer, Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion)
Auftakttreffen des Clusters MANGAN am MPI-CEC
Foto: Dr. Sebastian Neugebauer, Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion

Eine lohnende Wasserspaltung mittels Elektrolyse ist zurzeit sowohl unter Effizienzgesichtspunkten, wie Energieeinsatz und Materiallebensdauer, als auch wegen fehlenden kostengünstigen Katalysatormaterialien nicht realisierbar. Ziel des Clustervorhabens Mangan ist es, das technische Potential des Elements Mangan als Katalysator in der Elektrolyse zu bestimmen.

Könnten beispielsweise Manganverbindungen die Funktion der bisher verwendeten seltenen Edelmetalle Ruthenium und Iridium übernehmen? Die teuren Edelmetalle könnten als Katalysator überflüssig und durch das häufig vorkommende Element Mangan ersetzt werden. Insgesamt 30 Expertinnen und Experten bestimmen im Clustervorhaben „MANGAN" das technische Potential des Elements Mangan. Der Cluster verbindet zehn Hochschulen und vier Forschungseinrichtungen, wie die Max-Planck-Gesellschaft und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie sowie ein Industrieunternehmen, das das Vorhaben aus Endanwendersicht begleitet. Am Ende des Projektes steht eine praxisorientierte Empfehlung an Anwender und eine quantitative Bewertung der Leistungsfähigkeit von Manganverbindungen als Katalysator.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert den Cluster seit dem 1. Mai 2015 für die kommenden vier Jahre mit rund 12,3 Millionen Euro.

Zuletzt geändert: 06.04.2017