01.12.2010
31.12.2017


Innovationsallianz Photovoltaik

Wie können die Materialkosten für Solarstromanlagen reduziert werden? Wie kann außerdem der Wirkungsgrad und die Langlebigkeit der Solarmodule gesteigert werden? Welche Wege gibt es, Herstellungsprozesse und Analyseverfahren zu optimieren? Welche vielversprechenden neuen Produkte können für bisher nicht erschlossene Märkte entwickelt werden? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der Forschung in der Innovationsallianz Photovoltaik, die von der Bundesregierung seit 2010 gefördert wird.
Infrarot-optische Nanostrukturen für die Photovoltaik (Forschungszentrum Jülich)
Innovationsallianz Photovoltaik
Foto: Forschungszentrum Jülich

Die Bundesregierung setzt in der Innovationsallianz Photovoltaik insbesondere auf eine starke vertikale Kooperation innerhalb der Prozesskette sowie von Ausrüstungs- und Systemtechnologieunternehmen mit den Anwendern in der Photovoltaikindustrie. Ziel ist es, die Forschungsanstrengungen im Bereich der Photovoltaik zu bündeln, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die in Deutschland über viele Jahre aufgebaute exzellente Expertise und Positionierung deutscher Solarunternehmen durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im vorwettbewerblichen Bereich noch stärker voranzutreiben.

Mit der Innovationsallianz Photovoltaik fördert die Bundesregierung im Rahmen des 6. Energieforschungsgramms mehr als 20 industriegeführte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben deutscher Photovoltaikunternehmen und Forschungseinrichtungen. Gemeinsam streben sie eine kurze Entwicklungszeit vom Labor bis zur Anwendungsreife an.

In jedem einzelnen Verbund ist die gesamte Produktionskette vertreten, und zwar vom Forschungsinstitut über Photovoltaikhersteller bis hin zu den Anlagenbauern und Ausrüstern. Aufgrund dieser Zusammenarbeit können Forschungsergebnisse unter realistischen Herstellungsbedingungen getestet werden. Die Ergebnisse der industriegeführten Forschungsprojekte werden so möglichst rasch zu neuen Verfahren und innovativen Produkten mit verbesserten Eigenschaften zu einer Senkung der Herstellungskosten sowie zu Investitionen am Standort Deutschland führen. Deshalb bilden Vereinbarungen zur Umsetzung der Ergebnisse in Deutschland einen wichtigen Bestandteil der Innovationsallianz.

Unter www.innovationsallianz-photovoltaik.de stellen die rund 120 Wissenschaftler ihre laufenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vor.

Führende Unternehmen der Solarbranche hatten sich 2010 in einer Innovationsallianz Photovoltaik zusammengeschlossen und sich verpflichtet rund 500 Millionen Euro in die Forschung zu investieren sowie die Ergebnisse in Deutschland umzusetzen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellen gemeinsam zusätzlich Fördermittel in Höhe von rund 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Zuletzt geändert: 22.09.2011