08.07.2011
20.04.2016


Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (INIS)

Die demografischen Veränderungen und die Auswirkungen des Klimawandels stellen die Infrastrukturen der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung in Deutschland vor erhebliche Herausforderungen. Die Anpassungsfähigkeit der teilweise veralteten Systeme muss verbessert werden.
Foto einer Kläranlage in der Nähe eines Flusses mit urbaner Umgebung (www.bilderbuch-bonn.de)
Kläranlage in urbaner Umgebung
Foto: www.bilderbuch-bonn.de

Das BMBF unterstützt mit der Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ die Erforschung und Erprobung neuer Ansätze in der Wasserwirtschaft. Gefördert werden Verbundvorhaben in den Themengebieten:
  1. Innovative Siedlungs- und Infrastrukturkonzepte
  2. Technologien für zukunftsfähige Infrastruktursysteme
  3. Neuartige Managementinstrumente

Ziel ist es, innovative und umsetzbare Lösungen für die Anpassung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung an die veränderlichen Bedingungen in Deutschland zu entwickeln. Es gilt unter Beibehaltung der Qualitätsstandards, sowohl vorhandene Wasserinfrastrukturen zu ertüchtigen, ihnen zusätzliche Funktionen zuzuweisen, als auch Alternativsysteme zu entwickeln. Übergeordnete Leitfragen sind dabei der ressourcenoptimierte Betrieb, die Erhöhung der Anpassungsfähigkeit und die längere bzw. flexiblere Nutzung der Infrastrukturen. Eine wichtige Grundlage für die Entwicklung solcher "intelligenter" Infrastrukturen sind innovative Siedlungs- und Infrastrukturkonzepte, die die jeweiligen Besonderheiten der Stadt- und Regionalplanung berücksichtigen. Die Mehrfachnutzung von Infrastruktursystemen und die Verknüpfung zwischen verschiedenen Sektoren können neue Impulse für die Weiterentwicklung der Siedlungswasserwirtschaft geben. Dies erfordert interdisziplinäre Ansätze, deren Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit mit transdisziplinärem Vorgehen gewährleistet wird. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang die Einbeziehung von Einrichtungen der Kommunen und Länder, um zu anwendungsbezogenen Lösungen zu gelangen. Die Forschungsaktivitäten sollen in Regionen oder an Standorten (z. B. schrumpfende Mittelstädte, Großstadtzentren) durchgeführt werden und Modellcharakter aufweisen, damit die Übertragbarkeit auf andere Regionen ermöglicht wird. Für eine erfolgreiche Umsetzung in den Modellregionen sind die spezifischen Herausforderungen, Fragestellungen und Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.