Internationale Tagung zu Energiespeichermaterialien - EStorM

Materialien für zukünftige, sichere, hochdichte elektrochemische Energiespeicher – international renommierte Experten aus Forschung und Industrie an der TU Bergakademie Freiberg.
Batterien, eine Verbindung aus Atomen, ionische Flüssigkeiten (Sven Jachalke)

Mit dem Thema Energiespeicher greift die 3. International Freiberg Conference on Electrochemical Storage Materials (EStorM 2017) ein für die Energiewende wichtiges Thema auf.


Foto: Sven Jachalke

Mit dem Thema Energiespeicher greift die 3. International Freiberg Conference on Electrochemical Storage Materials (EStorM 2017) ein aktuelles, gesellschaftsrelevantes und für die Energiewende wichtiges Thema auf.

„Welche Post-Lithium-Batterie-Konzepte sind von hohem Interesse?", „Sind Aluminium-Ionen-Batterien eine nachhaltige Alternative zu Lithium-Ionen-Systemen?", „Wie können Feststoff-Batterien produziert werden?" und „Wie lassen sich elektrochemische Prozesse gezielt untersuchen?" Diese Fragen standen im Zentrum der Konferenz, die vom 12. bis 14. Juni 2017 in Freiberg stattgefunden hat. Sie hat sich an Forschungseinrichtungen und Unternehmen gerichtet sowie an alle Besucher, die an zukünftigen Lösungen für hoch-energiedichte Speicher in stationären und mobilen Energiespeichern mitwirken.

Während die erste EStorM alle Komponenten einer Batterie beleuchtete, adressierte die zweite insbesondere Ressourcenaspekte der eingesetzten Materialien, das Batterierecycling und Post-Lithium-Konzepte. Dieses Jahr wurde die Tagung mit einer Schau zu Batterieaktivitäten in Freiberg, Sachsen, Deutschland und der EU eröffnet. Hochvalente Ionen, Feststoffionenleiter und Feststoffbatterien standen im Vordergrund. Methoden zur Charakterisierung von Batteriematerialien, bildeten den Abschluss der dreitägigen Veranstaltung.

International renommierte Experten aus Amerika, Asien und Europa präsentierten Highlights ihrer Arbeiten. So waren neben Vortragenden aus den renommierten Forschungsstandorten Lawrence Berkeley National Lab, National University of Singapore und Joint Institute for Nuclear Research Dubna auch Referenten internationaler Unternehmen, wie Novelis Deutschland GmbH und ULVAC Technologies Inc. Japan auf der Konferenz. Insgesamt waren 30 Experten aus neun Ländern vertreten, darunter Japan, Russland, Singapur, Südkorea und die USA.

Das wissenschaftliche Programm ist gemeinsam mit dem Advisory Board, dem namenhafte Wissenschaftler, wie Prof. Gerbrand Ceder von der University of California angehören, mitgestaltet worden. Die gewählten Themen der EStorM und damit die Freiberger Bemühungen, u.a. hinsichtlich neuer theoretischer Ansätze für die Ableitung von Hochvalente-Ionen-Festelektrolyten, sind von hoher Relevanz für die mittelfristige nationale und internationale Forschung.
Ausgerichtet wurde die Tagung vom Institut für Experimentelle Physik (IEP) der TU Bergakademie Freiberg unter der Leitung von Professor Dirk C. Meyer und den Tagungsvorsitzenden Dr. Tilmann Leisegang und Dr. Anastasia Vyalikh. Das Institut koordiniert ebenfalls das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt R2R-Battery in der Förderbekanntmachung „Materialforschung für die Energiewende".

Als weitere Organisatoren waren das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik, das Kurt-Schwabe-Institut, das Forschungsinstitut für Leder- und Kunststoffbahnen, das Nikolaev Institute of Inorganic Chemistry Novosibirsk und die VOWALON GmbH eingebunden. Erneut trug auch das Netzwerk Energy Saxony e. V. zum Gelingen bei. Die EStorM 2017 ist durch das BMBF und die Alexander-von-Humboldt-Stiftung gefördert worden. Im Anschluss an die Konferenz wird wieder ein Proceedings-Band erscheinen, der alle diskutierten Themen zusammenfasst.