13.09.2007
offenes Ende


KMU-innovativ: Rohstoffeffizienz

Treiber und Entwickler von innovativen Effizienztechnologien sind oft kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das BMBF unterstützt deshalb KMU in der Spitzenforschung als Vorreiter zur Steigerung von Ressourceneffizienz und Rohstoffproduktivität.
Mediatheksbild - mit dem Titel Mittelständische Spitzenforscher der Rohstoffbranche (Dr. Mirtsch Wölbstrukturierung GmbH)
Versteifende bionische Wölbstruktur nach dem Vorbild der Natur
Foto: Dr. Mirtsch Wölbstrukturierung GmbH

Wichtige Rohstoffe für die deutsche Industrie, beispielsweise strategische Metalle, werden in absehbarer Zeit knapp werden. Andere Rohstoffe sind zwar noch längere Zeit verfügbar, verursachen aber erheblichen Energieaufwand und Umweltbelastungen während der Produktion, Nutzung und Entsorgung. Um nachhaltig zu wirtschaften, müssen wir deshalb Ressourcen schonen und durch innovative Technologien und Dienstleistungen effizienter nutzen. Damit wird das Ziel der Bundesregierung unterstützt, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. Ansätze hierfür bieten Verfahren zur Verbesserung der Rohstoff- und Materialeffizienz, die Steigerung des Recyclings und die Substitution endlicher Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe oder Sekundärrohstoffe.

Im Fokus des Themschwerpunktes Rohstoffeffizienz in KMU-innovativ stehen:
  • Steigerung der Ressourceneffizienz vor allem in rohstoffintensiven Produktionssystemen (z. B. Verarbeitung metallischer und mineralischer Rohstoffe, Herstellung chemischer Grundstoffe)
  • effiziente Bereitstellung und Nutzung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe im Sinne des FuE-Programms "Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland" des BMBF
  • Verbesserung der Rohstoffproduktivität durch Optimierung von Wertschöpfungsketten
  • innovative Recycling- und Verwertungsverfahren
  • ressourceneffizientes Produktdesign

Mit der im Jahr 2007 gestarteten Förderinitiative "KMU-innovativ" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen im Bereich Spitzenforschung zu realisieren und damit auch ihre Wirtschaftskraft dauerhaft zu stärken. Dazu hat das BMBF das Antrags- und Bewilligungsverfahren vereinfacht und beschleunigt sowie die Beratungsleistungen für KMU ausgebaut. Ein Lotsendienst bei der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes berät interessierte Unternehmen in allen Fragen und vermittelt verlässlich zur richtigen Antragsstelle. Zwei regelmäßige Stichtage im Frühjahr und Herbst und die verbindlichen und kurzen Bearbeitungszeiten für Anträge geben Planungssicherheit.

Angesprochen sind innovative KMU, die sich am Markt der Effizienztechnologien etablieren bzw. ihre Position ausbauen wollen. Die Förderung erfolgt jeweils themenoffen: Wichtiger als die exakte Einordnung in ein spezifisches Themengebiet sind Exzellenz und Innovationsgrad des geförderten Projektes sowie hohe Verwertungschancen.

Ein Überblick über geförderte Projekte finden Sie im Förderkatalog.

Weitere Informationen zur Förderinitiative KMU-innovativ finden sich auf dem zentralen Internetportal des BMBF: www.kmu-innovativ.de

Einreichungsfristen:
Jährlich: 15. April/15. Oktober

Zuletzt geändert: 13.03.2017