Green Economy Konferenz 2014

18. November 2014, Berlin

Workshop



D1 Nachhaltige Energieversorgung und –nutzung in der Wirtschaft

zu den Workshop Ergebnissen



Datum: 18/11/2014
Zeit: 13:30 - 15:30
Ort: Rubin

Sprache: Deutsch

Das Energiekonzept der Bundesregierung strebt eine Minderung des Primärenergieverbrauchs um 50% bis zum Jahr 2050 an. Über 40% des Gesamtenergieverbrauchs und rund 70% des Stromverbrauchs entfallen heute auf den Sektor Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen und Handel. Zur Hebung von Effizienzpotenzialen in diesen Branchen sind technologische und sozialökologische Innovationen in allen Branchen und entlang der gesamten Wertschöpfungsketten gefragt.

Forschung für vernetzte Energieversorgungssysteme

Ein möglicher Ansatz ist die räumliche, zeitliche und stoffliche Vernetzung von Energieversorgungssystemen, die bislang nur unzureichend ausgeprägt ist. Überschüssige Energie ließe sich in einem vernetzten (dezentralen) Energiesystem gezielt einer alternativen Nutzung zuführen. Auf diese Weise können auf Dauer teure Energiequellen substituiert werden, während gleichzeitig die Abhängigkeit von Rohstoffen kontinuierlich sinkt. Für eine intelligente Steuerung von Energieflüssen bedarf es einerseits einer Steuerungstechnologie, die Angebot und Nachfrage handhabt. Dazu wird ebenfalls eine Optimierung von Produktionsprozessen hinsichtlich eigener Energiequellen (z.B. KWK/KWKK-geführte Produktion) notwendig werden. Andererseits gilt es an Transformationspunkten effiziente, langlebige und flexible Energiewandler zu realisieren. Speichereinheiten für Strom, Wärme und Treibstoffe helfen zudem auch längere Zeiträume zu überbrücken. Aufgrund der Komplexität von vernetzten Energieversorgungssystemen sollte die Forschung einen Beitrag zu einem gesteigerten Systemverständnis leisten.

Forschung für die Nutzung von Abwärme in verschiedenen Industriebranchen

2012 entfielen knapp 75% des Endenergieverbrauchs in der deutschen Industrie auf die Bereitstellung von Prozesswärme. Entsprechend groß ist der Hebel im Falle eines nachhaltigen und bedarfsgerechten Umgangs mit dieser Ressource. Zum einen können durch die effizientere Nutzung von Abwärme (z.B. für Folgeprozesse und Kühlung) und den damit einhergehenden Ressourceneinsparungen, Treibhausgase reduziert werden. Des Weiteren ergeben sich durch die Nutzung industrieller Abwärme auch Möglichkeiten, Anlagen grundsätzlich effizienter und damit wirtschaftlicher zu betreiben.

Teil eines nachhaltigen Umgangs mit industrieller Prozesswärme ist die verbesserte Wärmeübertragung und –speicherung, aber auch die Transformation von überschüssiger Wärmeenergie in alternative Energieträger wie Elektrizität (Verstromung). Dabei gilt es in Zukunft auch die Nutzung von niedrigen Wärmeenergiequellen z.B. mit der Hilfe von verbesserten Wärmepumpen und Kompressoren schrittweise zu erschließen.

Der Workshop soll durch einen Impulsvortrag eröffnet werden. Daran anschließend sind zwei vertiefende Vorträge zu beiden Themenschwerpunkten vorgesehen, die im Folgenden mit dem Plenum diskutiert werden.



Workshop Ergebnisse

Ergebnispräsentation Workshop D1 (0,3 MB)


Fotos

Click on a thumbnail to view an enlarged preview or click the download text link to view the photo in full resolution.

Session D1 - Photo 1
Download full
resolution (2,69 MB)
Session D1 - Photo 2
Download full
resolution (1,22 MB)
Session D1 - Photo 3
Download full
resolution (0,45 MB)
Session D1 - Photo 4
Download full
resolution (1,04 MB)
Session D1 - Photo 5
Download full
resolution (1,19 MB)
Session D1 - Photo 6
Download full
resolution (0,51 MB)
Session D1 - Photo 7
Download full
resolution (0,61 MB)

Moderation

Lehmann-Brauns, Sicco

Impulsvorträge

Bradke, Harald
Download (0,1 MB)

Ewert, Markus
Download (0,87 MB)

Pflaum, Hartmut
Download (1,89 MB)

Sichert, Andreas

Voll, Philip
Download (2,53 MB)

Diskussion

Reuter, Martin

BDIbankenverbandBDADGBDIHK
DNRDeutscher Städtetageconsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.VGermanwatch
Stiftung 2°Verbraucherzentrale NRWVFU

Medienpartner

Wiwo Greenforum Nachhaltig Wirtschaftentaz.die tageszeitung