23.04.2013
22.11.2016


Nachhaltigkeit in der Wissenschaft ­(SISI)

Mit der Initiative „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SISI) unterstützt das BMBF die Wissenschaft, mehr Nachhaltigkeit in den eigenen Reihen zu wagen. Die Inhalte und Maßnahmen werden im Dialog mit Wissenschaftlern, Verwaltungsmitarbeitern und Studierenden erarbeitet. Die Initiative soll die Wissenschaft dazu ermutigen und befähigen, mehr Nachhaltigkeit in ihrer Arbeit zu verwirklichen. In der deutschen Forschungslandschaft gibt es bereits zahlreiche Initiativen und Aktivitäten, die sich mit der Thematik befassen. Diese vorhandenen Initiativen sollen im Rahmen von SISI vernetzt und konkrete Maßnahmen im Dialog entwickelt werden.
Mediatheksbild - mit dem Titel Nachhaltigkeit an Hochschulen (HOCHN) entwickeln – vernetzen – berichten (© FONA)
Agendaprozess Nachhaltigkeit in der Wissenschaft (SISI)
Foto: © FONA

Das BMBF startete im Wissenschaftsjahr 2012 „Zukunftsprojekt Erde“ den Agendaprozess „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SISI). In zwei großen Symposien sowie mehreren Fachveranstaltungen und Forschungsprojekten erarbeiteten Lehrende, Forschende, Studierende und Vertreter der  Hochschulverwaltung Maßnahmen, die die Hochschullandschaft bei ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen sollen. Diese sind in das neue Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ FONA³ eingeflossen, mit dem Ziel, die Wissenschaft bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Dabei verfolgt das BMBF einen gesamtinstitutionellen Ansatz, den sog. „Whole institutional approach“, der auch im Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung seine Entsprechung findet. Adressiert werden demnach schwerpunktmäßig
  • „Forschung in gesellschaftlicher Verantwortung“,
  • „Nachhaltiger Bau und Betrieb wissenschaftlicher Einrichtungen“ und
  • „Verknüpfung von Forschung und Lehre zu Nachhaltigkeit“.


Im Rahmen der SISI-Initiative wurden bislang zwei Projekte gefördert, die beide Potential der Breitenwirkung beinhalten:

LeNa (Leitfaden Nachhaltigkeitsmanagement für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen): 25 Forschungsinstitute und 90 Projektbeteiligte aus FhG, HGF und WGL erarbeiten einen Leitfaden zum Nachhaltigkeitsmanagement. Hervorzuheben ist hier die Zusammenarbeit der Forschung mit anderen Bereichen, wie Liegenschaftsmanagement und Personal sowie die Beteiligung der Präsidien und Institutsleitungen im Steuerungsboard, um die Anwendbarkeit des Leitfadens in den Forschungseinrichtungen direkt herzustellen. Während des Projektes gibt es bereits Pilotanwendungen in verschiedenen Einrichtungen.

Das netzwerk n e.V. ist ein Zusammenschluss von aktiven und erfolgreichen studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen in Deutschland und bündelt vielfältige Erfahrungen in der Initiierung und Begleitung von Nachhaltigkeitsprozessen an deutschen Hochschulen. In dem Projekt Wandercoaching werden ausgewählte Gruppen junger engagierter Menschen zu Multiplikatoren aus- und weitergebildet. Jährlich werden so knapp 20 studentische Nachhaltigkeitsinitiativen an Hochschulen durch bedarfsgerechte Formate unterstützt und zu wirkungsvollen „Change Agents“ ausgebildet, um Veränderungen an ihren Hochschulen anzustoßen.

Zentraler Bestandteil von SISI ist der Austausch der verschiedenen Akteure (Wissenschaftler, Verwaltungsmitarbeiter, Studierende, Vertreter von Kommunen und Unternehmen) und derer Initiativen zum nachhaltigerem Forschen und Lehren. Die regelmäßig statt findenden Symposien sollen helfen einen engen Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren anzutreiben. Nach den erfolgreichen Symposien im April 2013 und Mai 2014 meldet sich SISI im Oktober 2016 mit einem 3. Symposium im Humboldt Carré in Berlin zurück.

Natürlich wird die Debatte zur Nachhaltigkeit in der Wissenschaft auch außerhalb der Symposien weiter geführt. Deswegen freuen wir uns auf Ihre Anregungen und Ideen, wie die Fördermaßnahme „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SISI) Projekte und Initiativen unterstützen und fördern kann. Gerne können Sie Ihre Vorschläge an sisi@fona.de senden.

Weitere Informationen zum SISI-Agendaprozess erhalten Sie fortlaufend aktuell auf dieser Internetseite.

Zuletzt geändert: 22.02.2017