Stechen Wildbienen?

Wildbienen können ohne Angst und in aller Ruhe sowohl an den Nestern als auch an Blüten beobachtet werden.
Mediatheksbild - mit dem Titel Stechen Wildbienen? (B. Renke / www.sechsbeine.de)
Wildbienenprojekt: Große Wollbiene
Foto: B. Renke / www.sechsbeine.de

Alle Bienen besitzen einen Stachelapparat, der zur Verteidigung eingesetzt wird. Honigbienen müssen ihre Vorräte gegenüber Räubern verteidigen. Deshalb kommt es vor, dass z. B. Imker bei der Arbeit gestochen werden.

Die solitär lebenden Wildbienen haben ebenfalls einen Stachel, die Gefahr eines Stiches ist dennoch praktisch nicht gegeben. Denn mit einem Stich riskieren die Wildbienen nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Brut. Nur wenn die Biene massiv bedrängt wird, geht sie das Risiko des Stiches ein. Beispielsweise sticht eine Hummel erst beim Zusammendrücken ihres Hinterleibes. Aber wer würde sich da nicht wehren?

In den meisten Fällen ist der Stachel der Wildbienen nicht kräftig genug, um unsere Haut zu durchdringen. So kann das – weit weniger schmerzhafte – Gift gar nicht erst unter die Haut gelangen.

Wildbienen können somit ohne Angst und in aller Ruhe sowohl an den Nestern als auch an Blüten beobachtet werden.