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20.03.2012

Forsa-Umfrage: Deutsche wollen durch bewussteren Lebensmittelkonsum mehr Wasser sparen

Immerhin jeder fünfte Deutsche weiß, dass ein bewussterer Umgang mit Lebensmitteln hilft, Wasser zu sparen. Das hat die aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Wissenschaftsjahrs Zukunftsprojekt Erde zum Weltwassertag am 22. März gezeigt. Eine Möglichkeit ist, weniger Fleisch zu essen. Über den tatsächlichen Wasserverbrauch bei der Fleischherstellung herrscht allerdings große Unklarheit: Knapp 75 Prozent unterschätzen laut Umfrage den wahren Bedarf. Viele Menschen wünschen sich daher, besser über das Wasser, das in einzelnen Produkten steckt, aufgeklärt zu werden.

Source: (BMBF) Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2012
Der Weltwassertag 2012 zum Thema „Wasser und Nahrungssicherheit“ macht darauf aufmerksam, dass der Bedarf an Wasser und Lebensmitteln durch das Bevölkerungswachstum und die Urbanisierung weltweit steigen wird. Die drohende Lücke zwischen verfügbaren Wasserressourcen und Wasserbedarf verschärft die Lage in wasserärmeren Regionen. Dies ist ein globales Problem, denn den Löwenanteil unseres Wasserverbrauchs bildet mittlerweile das so genannte virtuelle Wasser. „Virtuelles Wasser gibt das Wasser an, das während der gesamten Produktionskette benötigt wird, bis ein Produkt beim Verbraucher landet“, erklärt Professor Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ. Rechnet man das virtuelle Wasser zum durchschnittlichen Wasserverbrauch von täglich knapp 130 Litern pro Person in Deutschland dazu, nutzt jeder Deutsche mittlerweile 4.000 Liter Wasser am Tag – obwohl die Deutschen als Weltmeister im Wassersparen gelten. Denn diese riesige Wassermenge versteckt sich in den vielen alltäglichen Produkten, insbesondere in Lebensmitteln.

Wer Lebensmittel wegwirft, verschwendet Wasser
Viele Menschen wissen, dass sie ihren Wasserverbrauch senken können, indem sie auf wasserschonende Produkte achten und zum Beispiel weniger Fleisch essen: Ein reduzierter Fleischkonsum landete bei der Forsa-Umfrage des Wissenschaftsjahres Zukunftsprojekt Erde nach der Nutzung von Regenwasser für die Toilettenspülung und dem Einsatz von sparsamen Haushaltsgeräten auf dem dritten Platz der abgefragten Wasserspar-Möglichkeiten. Doch die Wassermenge, die die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch tatsächlich benötigt, schätzten drei Viertel der Befragten deutlich niedriger als die tatsächlichen 15.000 Liter ein, die für die Futtermittel und Schlachtung der Tiere sowie die wasserintensiven Reinigungsprozesse in der Lebensmittelindustrie gebraucht werden.

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer an der Forsa-Umfrage wünscht sich daher, durch eine Informationskampagne besser über den Wasserverbrauch von Produkten aufgeklärt zu werden. „Verbraucherinformationen sollten zeigen, wie nachhaltig bei der Produktion mit regionalen Wasserressourcen umgegangen wird“, fordert auch Dietrich Borchardt. Sein Wasserspartipp ist zudem, stärker darauf zu achten, ob alle gekauften Lebensmittel auch wirklich benötigt werden. Laut neuesten Studienergebnissen wirft nämlich jeder Deutsche 82 Kilo Lebensmittel pro Jahr in den Müll. „Mit jedem Apfel, den ich wegwerfe, spüle ich 70 Liter Wasser in die Tonne“, erklärt Borchardt. Wer dies bereits beim Einkauf bedenkt, kann gehörig Wasser sparen. „Es geht dabei weniger um Verzicht, es geht um einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln“, so Borchardt.

Energie-, Nahrungs- und Wassersicherheit gehören zusammen
Der Wasserverbrauch ist also nie isoliert zu betrachten. Laut der Forsa-Umfrage glaubt die Hälfte der Deutschen zwar, dass Energiesparen den größten Beitrag zu einer nachhaltigen Lebensweise leistet, während das nur etwa jeder Fünfte vom schonenden Umgang mit Wasser und Lebensmitteln meint. Tatsächlich hängen aber alle drei eng zusammen. Denn wer beispielsweise seinen Warmwasserverbrauch drosselt, spart auch Energie. Und auch auf der globalen Ebene ist Wasser ein entscheidender Faktor für nachhaltige Entwicklungen: „Es gibt keine Ernährungs- und auch keine Energiesicherheit ohne Wassersicherheit“, betont Dietrich Borchardt. Auch dafür sensibilisiert der Weltwassertag am 22. März.

Mit dem Förderschwerpunkt Nachhaltiges Wassermanagement NaWaM fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Entwicklung innovativer Technologien, Verfahren und Systemlösungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser. NaWaM bündelt die Aktivitäten des BMBF im Bereich der Wasserforschung innerhalb des BMBF-Rahmenprogramms Forschung für nachhaltige Entwicklungen FONA. Informationen zu dem Förderschwerpunkt finden Sie unter hier.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung. Im Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde stehen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Damit fördert das Wissenschaftsjahr 2012 die gesellschaftliche Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder einer nachhaltigen Entwicklung.


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