12.05.2012

Nature serves as Model for EXPO 2012 Pavillion "One Ocean"

(only available in German)
Nature serves as Model for EXPO 2012 Pavillion
Quelle: soma


Der Themenpavillon „One Ocean“ hat eine bionische Fassade nach dem Vorbild der Paradiesvogelblume / Ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Projekt

Source: (BMBF) FONA

Auf der heute eröffneten Weltausstellung EXPO 2012 im südkoreanischen Yeosu präsentiert sich der Themenpavillon „One Ocean“ mit einer einzigartigen beweglichen Fassade. Das Wiener Architekturbüro „soma“ realisierte zusammen mit Knippers Helbig Ingenieure aus Stuttgart erstmals eine verformbare Lamellenkonstruktion, die gleichzeitig als Verschattungssystem sowie als Medienfassade dient. Sie beruht auf einem in Deutschland entwickelten bionischen Prinzip, das die Ingenieure von der Blüte der Paradiesvogelblume, auch als Strelitzie bekannt, abgeleitet haben.

Neuartig ist die Möglichkeit, mit diesem System auf doppelt gekrümmten Oberflächen bei hoher Sonneneinstrahlung Schatten zu erzeugen, wodurch dem Pavillon eine besondere Ausstrahlung verliehen und der Energieverbrauch für die Klimatisierung nachhaltig verringert werden. Diese Innovation ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was Ingenieure und Techniker von der Natur lernen können. Grundlage hierfür war ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Bionik-Forschungsprojekt für ein elastisches, stufenloses Verformungsprinzip, abgeleitet von der Paradiesvogelblume. Deren Blüte verformt sich durch eine Biegebewegung, wenn ein Paradiesvogel auf der „Sitzstange“ landet, um Nektar zu sammeln und die Blüte zu bestäuben. Im klassischen Ingenieurverständnis ist diese Verformungsart als ein Stabilitätsversagen abgestempelt - die Bioniker hingegen patentierten diese neuartige Entdeckung als Flectofin®.

Dieses Bionikprojekt ist gleichzeitig ein Beitrag zum BMBF-Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde. Dieses Wissenschaftsjahr widmet sich dem Thema „Forschung für Nachhaltigkeit“. Dabei stehen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Damit fördert das Wissenschaftsjahr 2012 die gesellschaftliche Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder einer nachhaltigen Entwicklung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).

Weitere Informationen zur Bionik und zum Wissenschaftsjahr des BMBF finden Sie unter www.bmbf.de/ sowie unter www.bionische-innovationen.de.

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