CEval - Centrum für Evaluation an der Universität des Saarlandes
Im Stadtwald Gebäude C5.3
66123 Saarbrücken
Deutschland

Phone 0681-302-3320

Fax 0681-302-3899
URL
http://www.ceval.de
Beschreibung
Das Centrum für Evaluation (CEval) ist ein wissenschaftliches Institut
an der Universität des Saarlandes und als Arbeitsstelle der
Fachrichtung für Soziologie der Fakultät für empirische
Humanwissenschaften angegliedert. Es leistet einen Beitrag zur
konzeptionellen und methodischen Weiterentwicklung der
Evaluationsforschung sowie zur Deckung eines steigenden Bedarfs an
Evaluationen in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Handelns. In
diesem Sinne stellt das CEval eine in Deutschland einmalige
Entwicklungs-, Ausbildungs- und Forschungseinrichtung dar.
Das Centrum
für Evaluation erarbeitet theoretische und methodische Grundlagen sowie
fachlich-wissenschaftliche Standards für die Evaluation von Programmen
und Maßnahmen, bietet Qualifizierungsmaßnahmen an, berät öffentliche
und private Stellen bei der Durchführung von Evaluationen, führt selbst
Evaluationen durch und fördert den fachlichen Informationsaustausch.Auf
der Grundlage eines interdisziplinär angelegten Forschungsansatzes
besitzt das CEval vielfältige methodische Kompetenzen. Die regionale
Ausrichtung der Aktivitäten reicht von der lokalen Ebene (z.B.
Evaluation von Prozessen der Verwaltungsmodernisierung in Landkreisen)
über die nationale Ebene (z.B. Evaluierung der Förderprogramme von
Bundesministerien) bis hin zu internationalen Kontexten (z.B.
Evaluierung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit). So wie
Politik und Gesellschaft durch globale Entwicklungsprozesse vor neue
Herausforderungen gestellt werden, erwachsen auch der Evaluation neue
Herausforderungen. In den einzelnen Politikfeldern können Maßnahmen
öffentlicher und privater Träger nur dann auf Dauer erfolgreich
durchgeführt werden und langfristige Wirkungen und Nachhaltigkeit
erzielen, wenn gleichzeitig geeignete Steuerungsinstrumente vorhanden
sind. Hierzu gehören insbesondere Verfahren der Evaluation und
Wirkungsuntersuchung.Das CEval stellt sich deshalb die Aufgabe, an der
Weiterentwicklung von Evaluationstheorien und -methoden zu arbeiten,
die den globalen Herausforderungen und den nachhaltigkeitsorientierten
Ansprüchen an Politik gerecht werden. Hierzu gehört auch die
Politikfelder-übergreifende Weiterentwicklung von Theorien und
Methoden, um einen Beitrag zur Integration interdependenter
Politikbereiche zu leisten. Damit das CEval seine personellen und
finanziellen Ressourcen konzentriert einsetzen kann, beschränkt es sich
auf drei fachliche Arbeitsschwerpunkte:
- Umweltforschung und
Umweltkommunikation
- Entwicklungszusammenarbeit
- Bildung und
Arbeitsmarkt
Die Auswahl der fachlichen Arbeitsschwerpunkte ist nicht
nur dadurch begründet, dass Bildung, Umwelt und
Entwicklungszusammenarbeit (neben anderen, wie z.B. Regional- und
Wirtschaftspolitik) zentrale Handlungsbereiche für die Induzierung
nachhaltiger Entwicklungsprozesse darstellen, sondern auch, weil deren
interdisziplinäre Verknüpfung zu besonders hohen Synergieeffekten
führen wird. Um weltweit nachhaltige ökonomische, soziale und
ökologische Entwicklungsprozesse auslösen zu können, sind vor allem die
Politikfelder Bildung, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit gefordert,
die eng miteinander verknüpft sind: Bildung ist die stärkste Kraft zur
Überwindung von Armut. Armut ist ein zentraler Faktor für
Umweltzerstörung, so dass die Verbesserung der ökonomischen Situation
auch zu einer Verbesserung der ökologischen Situation führen kann.
Allerdings ist unkontrollierte ökonomische Entwicklung auch eine
Ursache für steigende soziale Ungleichheit, die die Armut in
benachteiligten Gruppen zementieren und zur Ressourcenverschwendung und
Umweltzerstörung führen kann. Deshalb ist erneut Bildung notwendig, um
solche Prozesse und Zusammenhänge zu erkennen. Um nachhaltige
Entwicklungsprozesse einleiten zu können, bedürfen weniger entwickelte
Länder dringend der Unterstützung durch technologisch und ökonomisch
weiter fortgeschrittene Länder. Hierfür müssen Innovationen und
Problemlösungen gefunden oder adaptiert werden, die den
unterschiedlichen kulturellen Bedingungen in anderen Regionen der Erde
entsprechen, damit die erreichten Fortschritte auch im globalen Maßstab
Wirkungen entfalten und nachhaltige Entwicklungsprozesse auslösen
können. Dies ist nicht nur, aber auch die Aufgabe der
Entwicklungszusammenarbeit.Evaluationkann dazu beitragen, die
Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Maßnahmen sowohl in diesen drei
Politikfeldern als auch zwischen ihnen zu beobachten und zu analysieren
(Wirkungserfassung).kann feststellen, ob Programme und Interventionen
in diesen Politikfeldern zu nachhaltigen Entwicklungsprozessen auf
lokaler, nationaler oder globaler Ebene geführt haben
(Ursachenzuschreibung), um daraus entscheidungsrelevantes Wissen für
die Verbesserung der Planung und Durchführung laufender und neu
aufgelegter Programme und Maßnahmen zu gewinnen (Lernen).