Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/ Herdecke gGmbH
Alfred-Herrhausen-Str. 44
58455 Witten
Deutschland

Phone 02302-91401-0

Fax 02302-91401-11
URL
http://www.uni-wh-utm.de
Beschreibung
Seit seiner Gründung ist das Institut für Umwelttechnik und Management
an der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH in Organisa-tionsform
und Arbeitsweise einzigartig in der konsequenten Verbindung
ingenieur-technischer und wirtschaftlicher Fragestellungen und der
Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Fakultäten für Biowissenschaften
sowie Wirtschaftswissenschaften, Promotionen sowohl zum Dr.-Ing. als
auch zum Dr. rer. pol. zu betreuen.
Der Fokus liegt heute bei Themen der klassischen
Siedlungswasserwirtschaft in enger Verknüpfung mit angewandter
Umweltökonomie. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Institutes
zur Kostenoptimierung im Abwasserbereich haben die bundesdeutsche
Diskussion nachhaltig geprägt, insbesondere im Zusammenhang mit dem so
genannten "optimierten Regiebetrieb", den Abwasser-Betreibermodellen
und weiteren Organisationsformen (Teilhoheits- bzw.
Betriebsüberlassungsmodell).
Die mehr-dimensionale Bewertungsmethodik zur Ermittlung der
volkswirtschaftlichen Rentabilität und ökologischen Einstufung
wasserwirtschaftlicher Maßnahmen ist heute bei der Überprüfung von
Planungs-vorhaben durch Behörden und im Genehmigungsverfahren zum
Standard geworden.
Die ständige Orientierung an einem nachhaltigen Optimum (ausdrücklich
unter Beziehung ökologischer Langzeiteffekte) prägt auch die technisch
ausgerichtete Arbeit. Aktuelle Projekte befassen sich mit der
Leckagenkontrolle in Wassernetzen durch Fernüberwachung, der
Abwasserdesinfek-tion, der Trübwasserbehandlung aus der
Schlammentwässerung, speziellen Konzepten zur Rohwasserverwertung und
flächensparenden Bauweisen für Großklärwerke.
Die internationale Zusammenarbeit rückt immer stärker in den
Vordergrund, sowohl in den indus-trialisierten Ländern der westlichen
Welt (Japan, USA), als auch Transformationsländern (Algerien, Russland,
Südafrika,), vor allem aber in den so genannten Entwicklungsländern
(wie Armenien, Jemen, Kenia, Nicaragua u.a.). Unter dem Schlagwort
"High Brain - Lean Tech" werden beispielsweise finanzierungsfähige
Stufenausbaukonzepte für Kläranlagen untersucht und entwickelt, bei
denen einfache und kostengünstige Baukonstruk-tionen (vorzugsweise
durch örtliche Unternehmen erstellbar) mit intelligenter Prozessführung
verbunden sind.
Vertreter des Institutes arbeiten in wichtigen Fachgremien, wie bei der
Internationalen Vereinigung für Wasser und Abwasser (IWA), der
deutschen DWA, dem Bund der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) und
dem Bund der Deutschen Indus-trie (BDI). Darüber hinaus bestehen
Gemeinschaftsprojekte mit wissenschaftlichen Institutionen, gefördert
von der EU, von Bundesministerien (insbesondere BMBF) u.a.
IWRM-Projekt
Südafrika ist als Zielregion für ein
IWRM-Pilotprojekt außerordentlich attraktiv:
Einerseits gibt es hoch
entwickelte Technologien und einen hinreichend stabilen
institutionellen Rahmen. Besonders in den Flüchtlingsgebieten und dem
ländlichen Bereich zeigt Südafrika andererseits den Charakter eines
"echten" Entwicklungslandes. Wenn in Südafrika ein IRWM-Modell
entwickelt wird, bietet dieses deshalb die besten Aussichten, später
auch für andere Entwicklungs- und Transformationsländer anwendbar zu
sein. Gemeinsam mit der für nationale Wasserforschung Südafrikas
zuständigen Water Research Commissionwurde als Pilotgebiet die Region
"Mittlerer Olifants" ausgesucht, ein Teileinzugsgebiet des
Olifants-Flusses nördlich von Johannesburg und Pretoria. In diesem
wasserarmen Gebiet finden sich alle wesentlichen Elemente, die ein IWRM
notwendig machen, nämlich wachsende Industriezonen (Bergbau,
Kraftwerke, Metallverarbeitung ...), schnell und teilweise
unkontrolliert wachsende Siedlungen (auch große Flüchtlingslager),
industriell organisierte Landwirtschaft und Kleinbauern. Die
ökologische Bedeutung des Olifants-Flusses ist mit erheblichen
touristischen Werten verbunden (Krüger Nationalpark). Darüber hinaus
gibt es grenzüberschreitende wasserwrtschaftliche Verflechtungen und
Verpflichtungen mit dem Nachbarland Mozambique. Nach Auswertung
vorliegender Daten und Informationen wurde für das IWRM-Pilotprojekt
ein Grundkonzept mit drei Komponenten gewählt:Gewässermodell (WRM ->
Water Resources Module)Wassernutzungen (WAM -> Water Allocation
Module)Wasserwirtschaftliche Strategie (WIM -> Water Intervention
Module)
Unter dem Link
www.iwrm-southafrica.de erhalten Sie weitere
Informationen.