Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/ Herdecke gGmbH

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Deutschland

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Beschreibung

Seit seiner Gründung ist das Institut für Umwelttechnik und Management an der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH in Organisa-tionsform und Arbeitsweise einzigartig in der konsequenten Verbindung ingenieur-technischer und wirtschaftlicher Fragestellungen und der Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Fakultäten für Biowissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften, Promotionen sowohl zum Dr.-Ing. als auch zum Dr. rer. pol. zu betreuen.

Der Fokus liegt heute bei Themen der klassischen Siedlungswasserwirtschaft in enger Verknüpfung mit angewandter Umweltökonomie. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Institutes zur Kostenoptimierung im Abwasserbereich haben die bundesdeutsche Diskussion nachhaltig geprägt, insbesondere im Zusammenhang mit dem so genannten "optimierten Regiebetrieb", den Abwasser-Betreibermodellen und weiteren Organisationsformen (Teilhoheits- bzw. Betriebsüberlassungsmodell).

Die mehr-dimensionale Bewertungsmethodik zur Ermittlung der volkswirtschaftlichen Rentabilität und ökologischen Einstufung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen ist heute bei der Überprüfung von Planungs-vorhaben durch Behörden und im Genehmigungsverfahren zum Standard geworden.
Die ständige Orientierung an einem nachhaltigen Optimum (ausdrücklich unter Beziehung ökologischer Langzeiteffekte) prägt auch die technisch ausgerichtete Arbeit. Aktuelle Projekte befassen sich mit der Leckagenkontrolle in Wassernetzen durch Fernüberwachung, der Abwasserdesinfek-tion, der Trübwasserbehandlung aus der Schlammentwässerung, speziellen Konzepten zur Rohwasserverwertung und flächensparenden Bauweisen für Großklärwerke.

Die internationale Zusammenarbeit rückt immer stärker in den Vordergrund, sowohl in den indus-trialisierten Ländern der westlichen Welt (Japan, USA), als auch Transformationsländern (Algerien, Russland, Südafrika,), vor allem aber in den so genannten Entwicklungsländern (wie Armenien, Jemen, Kenia, Nicaragua u.a.). Unter dem Schlagwort "High Brain - Lean Tech" werden beispielsweise finanzierungsfähige Stufenausbaukonzepte für Kläranlagen untersucht und entwickelt, bei denen einfache und kostengünstige Baukonstruk-tionen (vorzugsweise durch örtliche Unternehmen erstellbar) mit intelligenter Prozessführung verbunden sind.

Vertreter des Institutes arbeiten in wichtigen Fachgremien, wie bei der Internationalen Vereinigung für Wasser und Abwasser (IWA), der deutschen DWA, dem Bund der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) und dem Bund der Deutschen Indus-trie (BDI). Darüber hinaus bestehen Gemeinschaftsprojekte mit wissenschaftlichen Institutionen, gefördert von der EU, von Bundesministerien (insbesondere BMBF) u.a.

IWRM-Projekt

Südafrika ist als Zielregion für ein IWRM-Pilotprojekt außerordentlich attraktiv:
Einerseits gibt es hoch entwickelte Technologien und einen hinreichend stabilen institutionellen Rahmen. Besonders in den Flüchtlingsgebieten und dem ländlichen Bereich zeigt Südafrika andererseits den Charakter eines "echten" Entwicklungslandes. Wenn in Südafrika ein IRWM-Modell entwickelt wird, bietet dieses deshalb die besten Aussichten, später auch für andere Entwicklungs- und Transformationsländer anwendbar zu sein. Gemeinsam mit der für nationale Wasserforschung Südafrikas zuständigen Water Research Commissionwurde als Pilotgebiet die Region "Mittlerer Olifants" ausgesucht, ein Teileinzugsgebiet des Olifants-Flusses nördlich von Johannesburg und Pretoria. In diesem wasserarmen Gebiet finden sich alle wesentlichen Elemente, die ein IWRM notwendig machen, nämlich wachsende Industriezonen (Bergbau, Kraftwerke, Metallverarbeitung ...), schnell und teilweise unkontrolliert wachsende Siedlungen (auch große Flüchtlingslager), industriell organisierte Landwirtschaft und Kleinbauern. Die ökologische Bedeutung des Olifants-Flusses ist mit erheblichen touristischen Werten verbunden (Krüger Nationalpark). Darüber hinaus gibt es grenzüberschreitende wasserwrtschaftliche Verflechtungen und Verpflichtungen mit dem Nachbarland Mozambique. Nach Auswertung vorliegender Daten und Informationen wurde für das IWRM-Pilotprojekt ein Grundkonzept mit drei Komponenten gewählt:Gewässermodell (WRM -> Water Resources Module)Wassernutzungen (WAM -> Water Allocation Module)Wasserwirtschaftliche Strategie (WIM -> Water Intervention Module)
Unter dem Link www.iwrm-southafrica.de erhalten Sie weitere Informationen.


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