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ThermoPower - Electricity from heat with thermoelectric generators
(only available in German)06.10.2009 - 01.02.2010
Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von Richtlinien zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema "ThermoPower - Strom aus Wärme mit thermoelektrischen Generatoren" innerhalb des Rahmenprogramms "Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft - WING"
Gefördert werden risikoreiche und anwendungsorientierte industrielle
Verbundprojekte, die ein arbeitsteiliges und multidisziplinäres Zusammenwirken
von Unternehmen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen erfordern. Die
Vorhaben sollten dabei die gesamte Wertschöpfungskette, von der
Werkstoffherstellung über -verarbeitung bis zur Anwendung, abdecken.
Vorzugsweise sollten anwendungsübergreifende Entwicklungen verfolgt werden, um
einen besseren Erfahrungsaustausch bzw. Wissenstransfer zu erreichen und
Doppelentwicklungen zu vermeiden. Eine möglichst hohe Beteiligung von kleinen
und mittleren Unternehmen an den Verbundprojekten ist besonders gewünscht. Reine
Institutsverbünde und Einzelvorhaben werden grundsätzlich nicht gefördert.
Übergeordnet sollen die Vorschläge zu den beiden nachfolgend beschriebenen
Schwerpunkten folgende Inhalte berücksichtigen:
- Ermittlung der chemischen Beständigkeit und der Langzeitstabilität von
thermoelektrischen Materialien, Modulen und Systemen.
- Material- und Verfahrensentwicklung für die elektrische und thermische
Anbindung.
- Design, Modellierung und Präparation von thermoelektrischen Modulen.
- Aufbau und Funktionsnachweis anwendungsorientierter Demonstratorsysteme.
Folgende thematische Schwerpunkte stehen im Fokus der Förderung:
- Materialentwicklung
Im Zentrum der Bekanntmachung steht die Entwicklung
einer materialwissenschaftlich etablierten Thermoelektrik-Technologie für
Einsatztemperaturen von 200 bis 1000°C. Besonders innovative Ansätze für den
Einsatz im Temperaturbereich bis hinunter zur Raumtemperatur können flankierend
ebenfalls gefördert werden. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der eine
interdisziplinäre Kooperation ermöglichen soll. Neben der Entwicklung und
Optimierung von Materialzusammensetzungen (u.a. durch Nanostrukturierung) mit
verbesserten (wirtschaftlich sinnvollen) Wirkungs-graden soll auch deren
zukünftige serientaugliche und kosteneffiziente Herstellung, die Verarbeitung zu
Modulen und die Applikationsentwicklung integriert betrachtet werden. Bei der
Wahl der Legierungssysteme ist die Ressourcenverfügbarkeit, die industrielle
Herstellbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und die Umweltverträglichkeit zu
beachten. Vor diesem Hintergrund und den erwarteten Einschränkungen durch den
Gesetzgeber werden Projekte mit einem Schwerpunkt auf Werkstoffentwicklungen im
Bereich von Bismuttellurid- und Bleitellurid-Legierungen ausgeschlossen (siehe
hierzu Punkt 2b).
- Systementwicklung
Die heute im Labormaßstab verfügbaren Werkstoffe auf
Basis von Bismut- und Bleitellurid haben ein technologisches Anwendungspotenzial
nachgewiesen. Für Projekte, die sich im Schwerpunkt auf die unbedingt
erforderliche Entwicklung einer maßgeschneiderten Aufbau- und Verbindungstechnik
zur Herstellung von Modulen und deren Einbindung in komplette thermoelektrische
Systeme bis hin zu einer Demonstratoranwendung konzentrieren, können die beiden
Werkstoffsysteme eingesetzt werden. Dabei sollte die Verfügbarkeit der
Ausgangsmaterialien, der Preis, die Umweltrelevanz und eine industrielle
Herstellbarkeit berücksichtigt werden. Die Systemkonzepte sollten außerdem einen
späteren Ersatz der Werkstoffsysteme durch andere thermoelektrische Materialien
ermöglichen und diesen bereits bewerten.
- Begleitmaßnahme Messmethoden
Sowohl die Bewertung der Kennwerte
thermoelektrischer Werkstoffe und Module, als auch die Vergleichbarkeit mit
Ergebnissen anderer Arbeitsgruppen, setzt eine reproduzierbare Messtechnik
voraus. Ansätze hierfür existieren, müssen aber zu allgemein verfügbaren und
validierten Messmethoden zusammengeführt und umgesetzt werden. Die Entwicklung
der Messmethoden soll im Rahmen einer Begleitmaßnahme erfolgen. Ein Ziel der
Begleitmaßname sollte eine Standardisierung von Referenzmaterialien und
Messmethoden sein. Projektvorschläge hierzu sollten neben der Festlegung einer
Standardprobe eine vergleichende Messmethodenbewertung über Round-Robin-Versuche
beinhalten. Es wird nur ein Vorhaben mit dem Fokus auf Messmethoden gefördert
werden.
Contact persons and further information:
http://www.bmbf.de/foerderungen/13961.php
(URL: http://www.bmbf.de/foerderungen/13961.php)
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