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For even more sun in the tank
(only available in German)Professur Technische Thermodynamik der TU Chemnitz optimiert gemeinsam mit dem sächsischen Unternehmen Haase GFK-Technik GmbH Solarspeicher aus Kunststoff
Source: (idw) Technische Universität Chemnitz
29.01.2010. Mehr als elf Millionen Quadratmeter Kollektorfläche von
Solarthermieanlagen waren 2008 nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit in Deutschland installiert - mehr als 210.000
Anlagen seien 2008 neu errichtet worden, doppelt so viele wie noch im Jahr
zuvor. Solarthermieanlagen können zur Erwärmung von Trinkwasser sowie für die
Produktion von heißem Wasser für Heizungsanlagen genutzt werden. "Die Speicher
werden heute immer größer, außerdem sind für den vermehrten Einsatz in
Heizungssystemen höhere Temperaturen nötig", sagt Dr. Thorsten Urbaneck,
Bereichsleiter "Thermische Energiespeicher" an der Professur Technische
Thermodynamik der TU Chemnitz, und ergänzt: "Zudem sollen längere
Speicherperioden von bis zu drei Monaten erreicht werden, weshalb es wichtig
ist, die Verluste der Speicher zu minimieren."
Gemeinsam mit dem
mittelständischen Unternehmen Haase GFK-Technik GmbH aus Sachsen optimieren die
Chemnitzer Wissenschaftler die Speichertechnik und passen die Produktpalette des
Unternehmens an. Grundlage dafür sind Forschungsergebnisse, die die Professur
Technische Thermodynamik der TU Chemnitz gemeinsam mit Wissenschaftlern der TU
Ilmenau in einem 2008 abgeschlossenen Projekt erzielt haben. "Verschiedene
Mittelständler haben Interesse an unseren Ergebnissen bekundet", berichtet
Urbaneck. Die Firma Haase GFK-Technik GmbH aus Großröhrsdorf bei Dresden ist
spezialisiert auf Tanks, Anlagen und Formteile aus glasfaserverstärktem
Kunststoff (GFK). GFK ist ein Verbundwerkstoff aus Glas und Harz, der den bisher
für Speicher üblichen Stahl ersetzt und damit unter anderem die äußeren Verluste
sowie die Kosten der Anlagen senkt.
Im Mittelpunkt der Arbeit der
TU-Wissenschaftler steht die Be- und Entladung der Speicher. "Die Schichtung des
Wassers im Speicher nach Temperatur ist wichtig", sagt Urbaneck und erklärt:
"Ein Speicher mit 40 Grad warmem Wasser hat zwar die selbe Energie, wie ein
Speicher, in dem je zur Hälfte 30 und 50 Grad warmes Wasser geschichtet ist.
Aber gerade für Heizungen braucht man höhere Temperaturen. Die Energie ist mehr
wert, wenn höhere und niedrigere Temperaturschichten zur Verfügung stehen, als
wenn der Wassertank eine mittlere Temperatur hat." Deshalb soll ausgenutzt
werden, dass die Sonne mittags intensiver strahlt als morgens und abends und so
das Wasser dann stärker erhitzt. Das Be- und Entladesystem, an dem die
Chemnitzer gemeinsam mit der Firma Haase derzeit arbeiten, basiert auf dem
Dichteunterschied zwischen kälterem und wärmerem Wasser und ist preiswerter
sowie robuster als bisher existierende Lösungen, die beispielsweise mit Reglern
arbeiten.
Derzeit sind mehrere optimierte Produkte der Firma Haase im
Teststand der TU Chemnitz im Probebetrieb. Das Projekt, das Dr. Thorsten
Urbaneck und Rolf Lohse an der Professur Technische Thermodynamik von Prof. Dr.
Bernd Platzer bearbeiten, wird seit Juni 2009 bis Mai 2010 vom Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert (Förderkennzeichen
0325957A).
Weitere Informationen:http://www.ichbin2.de und bei Dr. Thorsten
Urbaneck, Telefon 0371 531-32463, E-Mail
thorsten.urbaneck@mb.tu-chemnitz.de.