08.07.2011

BMBF supports research for a sustainable water supply and sewage in Germany

(only available in German)
Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung sollen gemeinsam Lösungen für die Anpassung der Wasserwirtschaft an die klimatischen und demografischen Veränderungen entwickeln

Source: BMBF
Es besteht kein Zweifel daran, dass der Zugang zu Trinkwasser und eine Abwasserentsorgung zu den grundlegenden Elementen des täglichen Lebens zählen. Die Infrastrukturen der Wasserwirtschaft sorgen für eine sichere Versorgung mit Trinkwasser, für hygienische Verhältnisse in menschlichen Siedlungen, für Schutz vor Überschwemmungen, für den Schutz der Umwelt und ermöglichen dadurch eine Vielzahl von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten.

Doch die gegenwärtigen Veränderungen stellen die Wasserwirtschaft in Deutschland vor große Herausforderungen. Durch den Klimawandel werden extreme Niederschlagsereignisse und Trockenperioden vermehrt auftreten, die Winter niederschlagsreicher und die Sommer trockener werden. Neben dem Klimawandel wird es erhebliche demografische Veränderungen geben. Die nationale Bevölkerungszahl wird sich im Jahre 2050 um etwa 10 Mio. erheblich verringern, wobei dieser Rückgang sehr unterschiedlich verteilt sein wird. Während viele ländliche Regionen, vor allem in den neuen Bundesländern, mit einer schrumpfenden Bevölkerung zu kämpfen haben, werden einige wirtschaftlich starke Metropopregionen Bevölkerungszuwächse aufweisen. Allen Regionen ist gemeinsam: die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung müssen aufrechterhalten werden!

Die Wasserwirtschaft in Deutschland zeichnet sich durch eine sehr hohe Versorgungsqualität aus. Die Anpassungsfähigkeit der vorhandenen Wasserinfrastrukturen an die sich verändernden Bedingungen muss jedoch überprüft werden. Zudem ist ein erheblicher Teil der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur veraltet und sanierungsbedürftig. Ein Drittel der Trinkwasserleitungen und Abwasserkanäle, die zusammen eine Länge von mehr als einer Million Kilometer aufweisen (zur besseren Veranschaulichung: der mittlere Abstand zwischen Erde und Mond beträgt 380.000 km), ist älter als 50 Jahre. Daraus ergibt sich in den nächsten Jahren ein erheblicher Investitionsbedarf, der für Deutschland allein auf 6 bis 8 Mrd. Euro pro Jahr und in Europa auf 25 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt wird. Die Notwendigkeit der Schaffung neuartiger Wasserinfrastrukturen ist daher ein Bestandteil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und im Fortschrittsberichts 2012 entsprechend verankert.

Das BMBF unterstützt mit der neuen Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ die Erforschung und Erprobung neuer Ansätze in der Wasserwirtschaft. Ziel ist es, innovative und umsetzbare Lösungen für die Anpassung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung an die veränderlichen Bedingungen in Deutschland zu entwickeln. Im Sinne des Förderprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)“ soll sich die Wasserwirtschaft der Zukunft auszeichnen durch einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen und durch innovative Technologien und Dienstleistungen. Gefördert werden Verbundvorhaben, die von Einrichtungen der Wissenschaft, Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung gemeinsam getragen werden, in den Themengebieten: innovative Siedlungs- und Infrastrukturkonzepte, Technologien für zukunftsfähige Infrastruktursysteme und neuartige Managementinstrumente.

Weitere Informationen:

http://www.bmbf.de/foerderungen/16719.php

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