25.11.2015
31.07.2020


Fördermaßnahme „Globale Ressource Wasser (GROW)“

Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Trinkwassermangel machen den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser weltweit zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Als Beitrag zur Lösung der entstehenden Konflikte rund um das „blaue Gold“ hat das BMBF auf Basis der Agenda 2030 die Fördermaßnahme „Globale Ressource Wasser (GROW)“ ins Leben gerufen.
Victoria Falls des Sambesi an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe (Shutterstock)
Rivers are supposed to provide enough water for humans and nature in the future as well: Victoria Falls as an example, located along the course of the Zambezi River at the border between Zambia and Zimbabwe
photo: Shutterstock

Im Jahr 2016 wurden die Unsicherheiten im Wassersektor von führenden Wirtschaftsvertretern als das größte globale Risiko der kommenden 10 Jahre eingestuft. Zwei Drittel der Weltbevölkerung leben schon heute in Gebieten, in denen sie mindestens in einem Monat pro Jahr Wasserknappheit erfahren. Denn die natürlichen Vorräte an sauberem Wasser erschöpfen sich schneller als sie erneuert werden können.

Diese Übernutzung der globalen Wasserressourcen führt zu Konflikten, die nur durch eine effiziente Nutzung gelöst werden können, mit der sich die Lebensbedingungen in den betroffenen Regionen verbessern.

Die Vereinten Nationen haben der globalen Bedeutung der Ressource Wasser in der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung Rechnung getragen und eigens das Nachhaltigkeitsziel 6 (SDG 6) formuliert: „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“. Das SDG 6 sieht vor, dass bis 2030 alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser bzw. geeigneten Sanitärsystemen erhalten und wassergebundene Ökosysteme gleichzeitig als natürliche Lebensgrundlagen erhalten oder aufgewertet werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) leistet mit der Fördermaßnahme „Globale Ressource Wasser (GROW)“ als Teil des BMBF-Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA) einen Beitrag zum Erreichen des SDG 6. Mehr als 90 Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis sind in der Maßnahme mit verschiedenen Verbundprojekten beteiligt und entwickeln neue Ansätze für eine Steigerung der Steuerungskompetenz im Wassersektor.

Kennzeichnend für die Fördermaßnahme ist die Verknüpfung von lokalem und globalem Handeln. Denn in Zeiten des weltweiten Wirtschaftsaustausches kommen zu den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auch die Bedürfnisse der Menschen am anderen Ende der Welt: Durch den Handel mit virtuellem Wasser sind lokale und regionale Wasserressourcen Wassersysteme heute global vernetzt. Die verschiedenen Verbundvorhaben forschen daher nicht nur an lokalen und regionalen Lösungen, sondern erarbeiten dazu auch verbesserte globale Informationen und Prognosen zu Wasserressourcen und Wasserbedarf.

Last update: 12.07.2017