Building Bridges - Brücken bauen

Afrikanische Wissenschaftler besuchen deutsche Forschungszentren zu erneuerbaren Energien

Unter dem Motto „Brücken bauen - Besuch führender deutscher Forschungszentren haben sich Ende März deutsche und afrikanische Forscher zu erneuerbaren Energien ausgetauscht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat hierzu Partnerschaften zwischen mehreren deutschen und afrikanischen Wissenschaftlern sowie Leitern von Forschungseinrichtungen aus Ghana, Benin, Togo, Nigeria, Niger, Gambia und Namibia initiiert, um die Potenziale von erneuerbaren Energien zu untersuchen und deren Umsetzungschancen zu bewerten.

[[24535_r]]„We are here to build bridges between countries, institutions and people, führt Dr. Christoph Rövekamp vom BMBF in die Tour durch Deutschland ein, die den Austausch zwischen dem West African Science Service Center on Climate Change and Adapted Land Use (WASCAL), dem Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management (SASSCAL) sowie deutschen Wissenschaftlern fördern soll. Ziel ist es, Afrika angesichts von Bevölkerungsexplosion und Klimawandel beim Aufbau einer sicheren und nachhaltigen Energieerzeugung zu unterstützen. Milliarden von Menschen haben keinen oder nur einen unsicheren Zugang zu moderner und klimafreundlicher Energie, auch in Regionen mit viel Wind und Sonne, wie im globalen Süden. Eine Energiearmut - der fehlende Zugang zu sicheren und effizienten Energieträgern - hat viele direkte und indirekte negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Menschen. Daher ist eine Verbesserung des Zugangs zu erneuerbaren Energien unerlässlich.

Am Anfang besuchten die Wissenschaftler im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das Geothermiekraftwerk MoNiKa und das bioliq®-Pilotprojekt. Die Projektanlage erzeugt synthetische Kraftstoffe und chemische Grundprodukte aus trockener Restbiomasse, wie Getreidestroh oder Restholz. Das Kraftwerk ist modular aufgebaut, mobil und bietet einzigartige Möglichkeiten zur Untersuchung der geothermalen Stromerzeugung bzw. Niedertemperatur-Stromerzeugung.

Im Forschungszentrum Jülich informierten sich die Delegierten über die Jülicher Agrosphären- und Photovoltaikforschung sowie Pflanzenwissenschaften und das Jülich Supercomputing Centre. Zudem besuchten sie das Deutsche Biomasse Forschungszentrum (DBFZ) in Leipzig. Außerdem besichtigten die Forscher eine Windkraftanlage und den größten Solarpark Deutschlands in Berlin Neuhardenberg.

[[24534_l]]Dabei tauschten sich die Delegierten mit deutschen Wissenschaftlern und Fachkollegen intensiv aus. „We have seen the way to go and how to go. Concrete and efficient actions have to be taken now. Africa has the resources, it's time to build the technical and human potentials. We have a strong will to leapfrog in the renewable energy sector, sagt Professor Rabani Adamou , Vizekanzler für Forschung und Internationales von der University of Niamey, Niger zu seinen Eindrücken über eine nachhaltige Energieerzeugung in Deutschland.

Er ergänzte über die Reise: I was highly impressed by this educative tour, which I'm sure has brought an impressive added value to each participant. After this event, I got a clear and global idea of the energy situation and related research, not only in Germany but also in Africa. The challenge seems very high, but we have the responsibility and the obligation as Africans to succeed!