FONA-Forum 2026: Mit neuer Strategie mehr Wirkung entfalten
Unter dem Motto „Wissen. Wohlstand. Wandel. – Forschung mit Impact“ ist das FONA-Forum 2026 am 24. und 25. Juni im Berliner Futurium zum Treffpunkt für Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft geworden. Im Mittelpunkt stand die neue FONA-Strategie, die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär zum Auftakt vorgestellt wurde.
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© Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Aufzeichnung
© Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Mit dem neuen Modulansatz der FONA-Strategie verknüpft das BMFTR Nachhaltigkeitsforschung mit Innovationen für neue Wettbewerbschancen und nachhaltiges Wirtschaften. Die Strategie setzt dabei auf drei Module entlang der Innovationskette: FONA-Insight steht für neues Wissen, FONA-Impact für die schnelle Umsetzung in marktfähige Lösungen und FONA-Ignite für visionäre Ideen. Mit der „Ideenschmiede für nachhaltige Städte und Regionen“ kündigte die Ministerin zugleich das erste experimentelle Förderformat aus dem Modul FONA-Ignite an.
Direkt im Anschluss wurde auf dem Podium deutlich, worum es der neuen Strategie im Kern geht: um Tempo, Mut, die Aktivierung neuer Akteursgruppen und bessere Übergänge zwischen Forschung und Anwendung. Dr. Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär im BMFTR, diskutierte mit Prof. Dr. Ricarda Winkelmann vom Max-Planck-Institut für Geoanthropologie, Isabel Thoma von traceless materials und Prof. Dr. Thomas Brück von der TU München über das wirtschaftliche Potenzial nachhaltiger Innovationen. Im Fokus stand die Frage, wie mehr Raum für mutige Ideen entstehen kann, und wie sich der Weg von der Grundlagenforschung bis zur Skalierung marktfähiger Produkte und Dienstleistungen durchlässiger gestalten lässt.
In seiner Keynote brachte Danijel Višević, Mitgründer des World Fund, noch eine ganz andere Perspektive ein. Er machte deutlich, wie wichtig die Investition von privatem Kapital für die Skalierung ist, damit Ergebnisse aus der Forschung sich tatsächlich als Innovationen am Markt durchsetzen und so einen signifikanten Beitrag zu Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft oder Erhalt der Biodiversität leisten können
Wie schon beim FONA-Forum 2024 setzte auch die diesjährige Veranstaltung auf den Austausch in wechselnden interaktiven Formaten. Mehr als 200 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, in Kleingruppen ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Diskussionen kreisten um die Frage, wie sich die Innovationsdynamik in der Forschung für Nachhaltigkeit stärken lässt. Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit sind dabei keine Gegensätze. Zentral ist die Entkopplung des Ressourcenverbrauchs von der Wirtschaftsleistung – als Grundlage für zukunftsfähige Wertschöpfung, nachhaltigen Wohlstand und eine resiliente Gesellschaft.
Neu war in diesem Jahr ein begleitendes Online-Format, das das Plenumsprogramm im Livestream zugänglich machte und zugleich Raum für digitale Diskussionen eröffnete. Damit wurde das Forum erstmals über den Veranstaltungsort hinaus erweitert.
Eine begleitende Ausstellung aktueller FONA-Projekte ergänzte das Programm. Sie bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten BMFTR-Referate und den durch FONA geförderten Projekten ins Gespräch zu kommen und die Potenziale der neuen Strategie an konkreten Beispielen zu diskutieren.
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