W2.1 Hand in Hand – Impulse aus Forschung und Praxis für effektive Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt

Datum: 14.05.2019
Zeit: 10:15 - 13:00
Ort: Hauptstadtrepräsentanz der Telekom, Berlin

Sprache: Deutsch

In der Forschung zur Nachhaltigkeit spielen der Erhalt der Artenvielfalt und die Aufrechterhaltung von Ökosystemfunktionen und -leistungen eine zentrale Rolle. Die fortschreitende Degradierung unserer Ökosysteme zwingt uns neben der Erforschung der Ursachen und Auswirkungen, v. a. wirksame Handlungsoptionen und Systemlösungen zu entwickeln, denn trotz einiger Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität (z. B. Ausweisung von Schutzgebieten, Ausgleichsmaßnahmen, Agrarumweltmaßnahmen) schreitet der Artenverlust rapide voran. Insgesamt fehlt es an verlässlichen, nachhaltig wirksamen Maßnahmen und Instrumenten zur praktischen Eindämmung des Artenverlustes.

Im Rahmen der neuen Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt des BMBF soll die Forschung für und im Dialog mit Anwendern Maßnahmenportfolien und konkrete Entscheidungs- und Managementinstrumente für das Management von biologischer Vielfalt durch Politik, Verwaltung und Wirtschaft entwickeln. Dazu sollen auch die politischen und (welt-) wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Interessenkonflikte und Synergien des Schutzes der Biodiversität mit verschiedenen Politikfeldern, Wirtschaftssektoren und normativen Orientierungsrahmen berücksichtigt werden.

Der Workshop soll Akteure aus Forschung und Praxis zusammenbringen, um geeignete Formate der Forschung zu erörtern, mit denen tragfähige und umsetzbare Maßnahmen entwickelt werden können. Anhand von Beispielen erfolgreicher/weniger erfolgreicher Maßnahmen sollen insbesondere Erfolgskriterien, Hemmnisse sowie Interessenskonflikte identifiziert werden. Gleichzeitig sollen Praxisakteure die Möglichkeit erhalten, den konkreten Forschungsbedarf ihrer Branche zu formulieren. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, zukünftige Forschungsthemen der Leitinitiative zu konkretisieren und die Praxisrelevanz der Biodiversitätsforschung langfristig zu stärken.

Im Fokus des Workshops wird das Spannungsfeld zwischen Landnutzung, Naturschutz und menschlichen Wohlbefinden stehen. Gesellschaftliche Akteure aus Forstwirtschaft, Gewässerwirtschaft, Städten und Gemeinden (Bauen und Verkehr) werden mit Akteuren aus Naturschutz, Landschaftsplanung, Umweltverwaltung, Gesundheit, Sport und Tourismus zusammentreffen, um gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft und Forschung Strategien und Maßnahmen der multifunktionalen Landschaftsnutzung zu diskutieren.

RefrentInnen:
Stefan Adler, NABU
Download der Präsentation (0,33 MB)

Dr. Elke Baranek, EUROPARC Deutschland
Prof. Dr. Peter Haase, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Bernd Hansjürgens, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Download der Präsentation (1,34 MB)

Stefan Hörmann, Global Nature Fund (GNF)
Udo Kaller, Bund Deutscher Forstleute
Dr. rer. nat. Juliane Mathey, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung
Georg Rast, World Wide Fund For Nature (WWF)
Dr. Thomas Schaefer, Global Nature Fund
Download der Präsentation (0,23 MB)

Prof. Dr. Vicky Temperton, Leuphana Universität Lüneburg
Download der Präsentation (0,38 MB)

Workshop Ergebnisse

Ergebnispräsentation Workshop W21 (0,61 MB)

Sessionverantwortliche

Dr. Svenja Kruse
BMBF, Ref. 724
svenja.kruse@bmbf.bund.de

Silke Kröll
DLR Projektträger
silke.kroell@dlr.de

Dr. Rainer Sodtke
DLR Projektträger
rainer.sodtke@dlr.de

Amandine John-Herpin
VDI Technologiezentrum
john-herpin@vdi-tz.de

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