01.02.2012
15.01.2018


Deutsch-Israelische Zusammenarbeit in der Meeresforschung

Die wissenschaftliche und technologische Kooperation zwischen Deutschland und Israel konzentriert sich auf die Naturwissenschaften und auf die Technologieforschung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das israelische Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) koordinieren und unterstützen die Kooperation. Im Mittelpunkt stehen Themen, die sowohl den BMBF-Programmen entsprechen als auch von bedeutendem Interesse für das MOST sind.

Meeresbucht im Naturschutzgebiet HaBonim-Dor (National Institute of Oceanography, Tel Shikmona, Haifa)

Meeresbucht im Naturschutzgebiet HaBonim-Dor


Foto: National Institute of Oceanography, Tel Shikmona, Haifa

Die bilaterale Zusammenarbeit mit Israel auf dem Gebiet der Meeresforschung begann 1977 mit dem Programm MARS I, in dessen Zentrum die Aquakultur stand. Dem folgte 1995 MARS II mit einem gemeinsamen Verbundprojekt über die Entwicklung biologischer Indikatoren zur Detektion von Schadstoffen im marinen Milieu. Die letzten Arbeiten an diesem Themenbereich wurden 2001 abgeschlossen. 2002 wurde der Aktionsplan "German-Israeli Cooperation in Marine Sciences and Geosciences" verabschiedet.

Der 2002 veröffentlichte Aktionsplan zielt u. a. auf innovative und anwendungsnahe Forschung von sozioökonomischer Bedeutung und die Beteiligung von mindestens zwei Einrichtungen jeder Seite. Die gemeinsamen Forschungen sollen sich auf die Themenbereiche Globaler Wandel, vor allem auf die Wechselwirkungen zwischen Meer und Atmosphäre sowie paläo-klimatologische Aspekte, Naturrisiken, die Dynamik von Prozessen der Wüstenbildung sowie die Versalzung und Verunreinigung des Grundwassers konzentrieren.

Seit 2011 fokussiert die deutsch-israelische Zusammenarbeit in der Meeresforschung fokussiert auf den Klimawandel und anthropogene Nutzungsansprüche, die weltweit insbesondere die Küstenmeere belasten. Folgerichtig wird international die Küstenmeerforschung immer stärker darauf ausgerichtet, Wissen zu gewinnen und Methoden zu entwickeln, die es gestatten, die belebten und unbelebten Ressourcen der Küstenmeere zu nutzen und dabei deren ökologischen Funktionen zu erhalten oder zumindest so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Das östliche Mittelmeer sowie das Rote Meer, einschließlich des Golfs von Aquaba, bilden die Schwerpunktregionen der gemeinsamen Arbeiten.

Eine neue Ausschreibung wurde im Oktober 2017 veröffentlicht. Die Themen umfassten Innovationen in der operationellen Ozeanographie und die Reaktionen mariner Ökosysteme auf abiotische und biotische Umwelteinflüsse.

Zuletzt geändert: 27.08.2018