14.01.2016
03.01.2018


Eine Mittagspause für die Meeresforschung

Über Meeresforschung könnte man lange Vorträge halten. Um zu erfahren, an welchen aktuellen Themen Wissenschaftler/innen forschen, reicht aber auch eine 30-minütige Mittagspause. Science Espresso nennt sich das Veranstaltungsformat, zu dem der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e.V. insgesamt viermal einlädt. Den Anfang macht am Mittwoch, 5. April um 13 Uhr die renommierte Polarforscherin Prof. Dr. Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.
Eine Frau steht umgeben von Eis und Schnee vor dem Schiff Polarstern  (Alfred-Wegener-Institut)
Prof. Dr. Antje Boetius
Foto: Alfred-Wegener-Institut

Ist es legitim in Zeiten knapper Ressourcen, in der Tiefsee nach Öl zu bohren? Sind wir nicht verpflichtet, diesen Lebensraum zu schützen? In ihrem Impulsvortrag mit dem Titel „Schätze der Tiefsee" thematisiert Antje Boetius diese und weitere Fragen zum Nutzen und Schutz der bisher wenig erforschten Orte in den Tiefen unserer Meere. Dabei berichtet sie unter anderem auch von ihren verschiedenen Forschungsreisen.

Im Anschluss an den Vortrag stellt die Meeresbiologin ihre Thesen zur Diskussion. Auch konträre Meinungen sind willkommen. Einen Austausch zwischen interessierten Bürger/innen und Wissenschaftler/innen anzuregen, ist das Ziel des wissnet-Verbundprojekts „Meer davon", im Rahmen dessen der WILA Bonn in Kooperation mit dem Deutschen Museum Bonn und dem Wissenschaftszentrum Bonn zu den Science Espressos einlädt. Das Projekt ist Teil des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane.

Weitere Science Espressos zu anderen spannenden Themen der Meeresforschung finden am 10. Mai, 31. Mai und 15. Juni statt. Veranstaltungsort ist das Foyer des Wissenschaftszentrum Bonn. Die Teilnahme ist kostenlos.