01.09.2009
14.06.2018


Erfolge und Zukunftsaufgaben der deutschen Meeresforschung im Zeichen des Klimawandels

Parlamentarischer Abend in Berlin anlässlich der Ergebnisse aus dem Meeresforschungsprojekt RACE in der Vertretung der Freien und Hansestadt Bremen am 21. Februar 2018, 18 bis 21 Uhr
Der Klimawandel ist da und wird sich in Zukunft noch verstärken. Unklar ist, wie sich die Menschen künftig verhalten. Können die Emissionen deutlich gesenkt werden, um das Klima auf einem enkelverträglichen Niveau zu stabilisieren? Diese Frage müssen Gesellschaft und Politik beantworten. Die Wissenschaft muss klären, mit welchen Klimafolgen und Risiken die Menschen zurechtkommen müssen. Woran müssen wir uns anpassen? Und inwieweit ist das überhaupt möglich?

Eine Schlüsselrolle spielen die Weltmeere. So ist Europas Zukunft unter anderem mit dem Schicksal der Golfstromzirkulation verbunden. Eine Abschwächung würde das Klima und die marinen Ökosysteme zusätzlich zum globalen Trend verändern und den Meeresspiegel in der Nordsee schneller steigen lassen.

Zur Diskussion mit Fachleuten aus Wissenschaft und Politik laden Sie das Projekt RACE, das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) und das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) in die Landesvertretung Bremen ganz herzlich ein.

Wann: Mittwoch, 21. Februar 2018 ab 18.00 Uhr (Einlass ab 17 Uhr)

Wo: Landesvertretung Bremen in Berlin, Hiroshimastr. 24, 10785 Berlin

Mit:

Prof. Dr. Ulrich Bathmann, KDM-Vorsitzender und Direktor des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde

MinDir Dr. Karl-Eugen Huthmacher, Abteilungsleiter, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Prof. Dr. Mojib Latif, DKK- Vorsitzender und Leiter des Forschungsbereiches Ozeanzirkulation und Klimadynamik am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Prof. Dr. Monika Rhein, Koordinatorin RACE-Projekt und DKK-Vorstandsmitglied und Leiterin der Arbeitsgruppe Ozeanographie, Institut für Umweltphysik und MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen

Prof. Dr. Detlef Stammer, Direktor des Centrums für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) an der Universität Hamburg

Prof. Dr. Anya Waite, Leiterin des Forschungsbereichs Polare Biologische Ozeanographie, Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven

Agenda

17:00 Uhr Einlass
18:00 Uhr Begrüßung und Einführung
18:15 Uhr Diskussionsrunde mit den Expertinnen und Experten „Erfolge und Zukunftsaufgaben der deutschen Meeresforschung im Zeichen des Klimawandels"
19:15 Uhr Ausklang mit Imbiss und Getränken
Moderation: Marie-Luise Beck (Geschäftsführerin DKK) und Dr. Rolf Peinert (Geschäftsführer KDM)

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Diskussion!

Bitte melden Sie sich bis Mittwoch, 14. Februar 2018 unter Angabe Ihres Names, Organisation, Position und Ihre E-Mail-Adresse unter info@klima-konsortium.de an.

Hintergrund

Die deutsche Meeresforschung hat seit den 1990er Jahre wichtige neue Erkenntnisse über die Golfstromzirkulation gewonnen. Dazu zählt die Entdeckung der starken Schwankungen auf Zeitskalen von Wochen bis zu Jahrzehnten, aber auch die mögliche Verstärkung des lokalen Meeresspiegelanstiegs, was Folgen für die Bevölkerung hat.

Diese Erfolge waren nur möglich durch die Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und eine exzellente Zusammenarbeit der führenden Meeresforschungsinstitute in Deutschland und der Welt.

Aber Herausforderungen bleiben: Hat sich die Golfstromzirkulation über die letzten 100 Jahren hinweg schon abgeschwächt? Wie stark wird sie sich unter welchen Bedingungen in Zukunft abschwächen und was bedeutet das konkret für Politik und Gesellschaft? Dazu muss die Wissenschaft noch bessere Prognosen bereitstellen.

Langzeitbeobachtungen und realitätsnahe Modellierung sind die Voraussetzung. Dafür wird weiterhin aufwendige Infrastruktur benötigt. Auch die Zusammenarbeit von Universitäten, Max-Planck- und Leibniz-Instituten, Helmholtz-Zentren sowie Bundesbehörden durch Projekte wie RACE sind ein Schlüssel zum Erfolg.