f-cell „research & development”-Preis an BMBF-geförderte Nachwuchsgruppe am IMTEK der Universität Freiburg

Rekordzahl von 29 Einreichungen / „research & development“-Preis geht an das Institut für Mikrosystemtechnik IMTEK der Universität Freiburg
Drei Personen stehen vor einer Leinwand und halten eine Urkunde. (Messe Stuttgart)
Matthias Breitwieser und Matthias Klingele vom Institut für Mikrosystemtechnik IMTEK der Universität Freiburg erhalten den „research & development“-Preis
Foto: Messe Stuttgart

Das Institut für Mikrosystemtechnik IMTEK der Universität Freiburg hat den f-cell Award im Bereich  „research & development“ gewonnen. Prämiert wurde die erfolgreiche Entwicklung eines vereinfachten Herstellungsverfahrens für die Membran-Elektroden-Einheit (MEA) -  einer der Schlüsselkomponenten von Brennstoffzellen. Der Nachwuchsgruppe ist es in Kooperation mit der kanadischen Simon Fraser Universität gelungen, einen bisher sehr aufwändigen, mehrere Geräte beanspruchenden Prozess zu einem Verfahren zu vereinfachen. Es benötigt nur eine Maschine und ist potentiell für die industrielle Serienfertigung geeignet.

Im Spray-Coating-Verfahren werden auf die mikroporöse Trägerschicht (die Gasdiffusionslage) die Katalysator- und die PEM-Membran direkt „aufgesprüht.“ Die PEM (Proton Exchange Membrane) ist das eigentliche Herzstück einer Brennstoffzelle und ermöglicht den Durchfluss von Protonen und damit die Erzeugung von elektrischer Energie. Das Projekt „Direkt-Membran-Deposition für Hochleistungsbrennstoffzellen“ wurde international im Rahmen von GECKO (GErman-Canadian Co-operation on Kinetics and mass transport Optimization in PEM fuel cells) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Der Preis wurde an die Doktoranden Matthias Breitwieser und Matthias Klingele und an Dr. Simon Thiele, Leiter der Nachwuchsgruppe, übergeben. „Sie haben eine überzeugende Möglichkeit gefunden Brennstoffzellen erheblich günstiger zu machen. Und zwar nicht nur dadurch dass Ihre Brennstoffzelle weniger Material für die Polymermembran benötigt, sondern auch weil die Brennstoffzelle mit einem einzigen Gerät hergestellt werden kann“, so Laudator Holger Haas, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Der „research & development“-Preis ging zum zweiten Mal in Folge an eine Arbeit aus dem Institut für Mikrosystemtechnik IMTEK der Universität Freiburg. Die Nachwuchsgruppe „Poröse Medien“ am Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung bei Prof. Dr. R. Zengerle forscht im Bereich der Charakterisierung und Optimierung von PEM Brennstoffzellen. Dazu zählt die Entwicklung vereinfachter Herstellungsverfahren für einer der Schlüsselkomponenten von Brennstoffzellen, der Membran-Elektroden-Einheit (MEA).

Der f-cell Award – Innovationspreis Brennstoffzelle wird gestiftet vom Land Baden-Württemberg für anwendungsnahe Entwicklungen rund um die Brennstoffzelle. Ausschreiber des Wettbewerbs sind das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

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