Forschungsschiffe

Voraussetzung für die Erforschung der Meere sind moderne Forschungsschiffe mit entsprechender wissenschaftlicher Ausrüstung. Daher stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) der deutschen Meeresforschung eine der leistungsfähigsten Forschungsflotten der Welt zur Verfügung.
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Gruppe Auszubildender vor dem Forschungsschiff Sonne (M. Wessels / MEYER WERFT)
Taufe des Forschungsschiffs Sonne
Foto: M. Wessels / MEYER WERFT

Forschungsschiffe dienen als Plattformen zur globalen Erforschung und Überwachung der Ozeane und ihrer Randbereiche. Die Erfassung der vielfältigen Prozesse in den Küstenbereichen, den ozeanischen und den polaren Gebieten stellt enorme Ansprüche an die Forschungsinfrastruktur. Mit den Forschungsschiffen POLARSTERN, SONNE, METEOR, MARIA S. MERIAN, POSEIDON, ELISABETH MANN BORGESE, ALKOR und HEINCKE verfügt die deutsche Meeresforschung über leistungsstarke Schiffe, die für vielfältige Forschungsaufgaben der Biologie, Geologie, Geophysik, Glaziologie, Geochemie, Ozeanographie und Meteorologie ausgerüstet sind.

Zu den zukünftigen wissenschaftlichen Herausforderungen zählen Forschungsthemen wie der Klimawandel, das Verständnis und der Schutz der Ökosysteme in den Meeren und die nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen.

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) wird die deutsche Forschungsflotte schrittweise durch den Bau von drei Forschungsschiffen erneuern. 2014 wurde das Forschungsschiff SONNE als erster der drei Neubauten in Dienst gestellt. Folgen werden in den kommenden Jahren die Neubauten des Forschungseisbrechers POLARSTERN und der Forschungsschiffe METEOR/POSEIDON.

Wissenschaftler können auf dem Portal deutsche Forschungsschiffe jährlich zum 30. September Fahrtvorschläge einreichen, um Fahrtzeit auf einem der großen und mittelgroßen Schiffe zu beantragen.