Geistesblitz fürs Betonrecycling – BMBF-Forschungsprojekt „Recycling von Altbeton“ ist Bundessieger im Rahmen der Initiative Land der Ideen

In Frankfurt am Main wurden am 13. November 2013 die Bundessieger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ für ihre Projekte mit Leuchtturmcharakter ausgezeichnet. In der Kategorie Wissenschaft ist das Projekt „Recycling von Altbeton“ im Rahmen der Initiative Land der Ideen als Bundessieger ausgezeichnet worden.
8.000 Millionen Tonnen Beton werden weltweit pro Jahr verbaut. Um Platz für neue Gebäude zu schaffen, werden alte abgerissen. Der Beton endet größtenteils auf Müllhalden. Dabei hat die Umwelt schon bei der Herstellung des Wasser-Kies-Zement-Gemisches zu leiden: Bis zu 15 Prozent der CO2-Emissionen pro Jahr gehen auf das Konto der Zementproduktion. Eine Idee von Fraunhofer-Forschern hilft dabei, Einzelteile von Beton zu recyceln. Unter Wasser laufen Blitze durch den Beton und splitten ihn auf. Das ist auch eine Lösung für den Rückbau von Atomkraftwerken: Denn selbst radioaktiver Bauschutt kann mit dem Verfahren reduziert werden.

„Die Bundessieger liefern mit ihren Ideen moderne Lösungen für die Zukunft unserer Städte. Sie sind Vorbilder, denn sie setzen ihre Visionen mit Leidenschaft, Engagement und Kreativität in die Tat um“, so Jürgen Fitschen, Co-Vorsitzender des Vorstands Deutsche Bank AG. Sechs überragende Projekte hatte die Jury zum Bundessieger gewählt. Nun wurden sie in Frankfurt am Main durch Jürgen Fitschen und Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und Präsident des Vereins „Deutschland – Land der Ideen e. V.“ geehrt. „Ziel des Wettbewerbs ist die Etablierung einer Plattform für Innovationen und Projekte, die wegweisende Lösungen für die urbanen Zentren von morgen aufzeigen: Die sechs Bundessieger schaffen dies auf beeindruckende Weise“, betonte Ulrich Grillo.

Das Verbundvorhaben „Recycling von Altbeton“ mit den Partnern Fraunhofer IBP, Leiblein GmbH und Schwenk Zement KG wird in der Fördermaßnahme KMU-innovativ im Themenschwerpunkt „Ressourceneffizienz“ im Rahmenprogramm FONA vom BMBF gefördert. Mit KMU-innovativ bietet das BMBF kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen vereinfachten Zugang zur Forschungsförderung und fördert Spitzenforschung in wichtigen Zukunftsbereichen.

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