Großes Interesse an deutsch-französischem Fellowship-Programm

Deutschland und Frankreich haben Wissenschaftler aus aller Welt dazu eingeladen, gemeinsam mit deutschen und französischen Partnern die Klimaforschung voranzutreiben. Schon jetzt zeigt sich: Die Einladung findet großes Interesse.
Deutsche und französische Flagge (Compgeo.98 / CC0)
Deutsche und französische Flagge
Foto: Compgeo.98 / CC0

Seit der Veröffentlichung am 1. September 2017 wurde die Seite der Ausschreibung zum deutsch-französischen Fellowship-Programm für Klima-, Energie- und Erdsystemforschung rund 5.000 Mal abgerufen. Rund 90 Forscher aus 39 Ländern haben in diesen ersten zwei Wochen bereits detaillierte Interessensbekundungen eingereicht, die im Vorfeld einer Bewerbung erforderlich sind. Besonders groß ist das Interesse bei Forschern in den USA, Australien, Brasilien und Indonesien.

Deutschland investiert 15 Millionen Euro

Deutschland und Frankreich hatten anlässlich des 19. deutsch-französischen Ministerrates am 17. Juli 2017 ein gemeinsames Fellowship-Programm für Klima-, Energie- und Erdsystemforschung beschlossen. Das vierjährige Programm richtet sich an exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Nationalitäten, die mit ihrer Arbeit in der Energie-, Klima- und Erdsystemforschung zum Erreichen der im Pariser Klimaabkommen von 2015 festgelegten Ziele beitragen. Deutschland wird das Programm mit 15 Millionen Euro finanzieren, Frankreich wird weitere 30 Millionen Euro beitragen. Hinzu kommen Beiträge von Forschungspartnern.

Die erste Phase der Ausschreibung läuft noch bis zum 13. Oktober 2017. Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren bis Frühjahr 2018. Die ersten Forschungsprojekte sollen bereits im Frühsommer 2018 starten.

Forschung für nachhaltige Entwicklung

Der deutsche Teil der Initiative wird im Rahmen des Programms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung" (FONA³) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Seit dem 1. September können sich internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Projektanträgen bewerben. Die Auswahl wird über den Deutschen Akademischen Austauschdienst organisiert.