Gutes Leben in planetaren Grenzen: Welchen Beitrag kann die Sozial-ökologische Forschung leisten?

Die Agenda-Konferenz „Nachhaltigkeitsforschung sozial-ökologisch gestalten“ am 19./20.09.2018 in Kassel ermöglichte 300 TeilnehmerInnen den Austausch zur Weiterentwicklung von 14 Zukunftsthemen der gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung.
Gruppe von Personen arbeitet an mehreren Gruppentischen in einem großen Saal (Karsten Socher, Kassel)
Gruppendiskussionen im Gestaltungsraum „Neue Konsumverhältnisse und Unternehmenstransformation“
Foto: Karsten Socher, Kassel

Prof. Dr. Johan Rockström inspirierte die Konferenz gleich zu Beginn mit seinem Vortrag über die sozial-ökologische Herausforderung, ein gutes Leben in den planetaren Grenzen zu führen. Immer wieder wurde in den Diskussionen der Konferenz auf Rockströms prägnante Analysen und Befunde Bezug genommen. Einen weiteren Impuls lieferte die Podiumsdiskussion „Praxis im Dialog“, welche die globale und theoretische Perspektive des Keynote-Vortrags um eine praktische und regionale Sichtweise ergänzte. Harriet Ellwein von der Stadt Dortmund, Ulrike Schell von der Verbraucherzentrale NRW und Uwe Bergmann von der Henkel AG sprachen als Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Wirtschaft über ihre konkreten Erfahrungen und die Anforderungen der Praxis an die Forschung zur Nachhaltigkeit.

Dann waren die 300 TeilnehmerInnen gefragt, die während der beiden Konferenztage sehr vielfältig und intensiv über die Gestaltung der 14 Themen für die zukünftige Förderung der gesellschaftsbezogenen Nachhaltigkeitsforschung diskutierten. Diese hochrelevanten Zukunfts- und Forschungsthemen waren von Experten und Expertinnen in einem partizipativen Prozess, der eine Online-Konsulation der Themen mit über 800 Kommentaren umfasste, vorgeschlagen und entwickelt worden. Sie markieren Transformationsfelder wie beispielsweise die Mobilitätswende, die Agrarwende oder die Gestaltung der neuen Digitalisierungsgesellschaft, die für den Weg zur Nachhaltigkeit entscheidend sein werden. Und sie bündelten Forschungsfragen, die beantwortet werden müssen, um die Sustainable Development Goals (SDGs) zu erreichen – sowohl auf einer übergeordneten Eben, etwa wenn die Kohärenz von Politik zur Umsetzung der SDGs thematisiert wird, als auch direkt zu einzelnen Nachhaltigkeitszielen wie „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ oder „Leben unter Wasser“.

Die Konferenz wurde im Auftrag des BMBF vom DLR Projektträger organisiert und durchgeführt. Sie ist zentraler Bestandteil des zweiten Agenda-Prozesses im BMBF-Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung. Die Konferenzergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Themenpapiere ein, auf deren Basis das BMBF über die künftigen Förderbekanntmachungen des Förderschwerpunkts entscheidet.

Die Ergebnisse der Konferenz finden Sie auf der Veranstaltungsseite zum Download.