H2-Reallabor Burghausen: Update für Ministerium und Politik
Bei der Reallabor Burghausen gGmbH informierten sich kürzlich die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt und Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert sowie der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer über aktuelle Aspekte und Entwicklungen des „Innovation-Ökosystems Burghausen mit dem Campus Burghausen der TH Rosenheim und dem H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria“.
Das im April 2023 gestartete H2-Reallabor-Projekt hat die Entwicklung neuer Technologien zum Ziel, um Wasserstoff als stoffliche Basis in der chemischen Industrie zu nutzen. Gefördert wird das bis März 2027 laufende Projekt durch das Bundesministerium für Forschung, Raumfahrt und Technologie (BMFTR) mit insgesamt über 45 Millionen Euro, das Gesamtbudget liegt bei über 60 Mio. Euro.
Dr. Christian Hackl, Geschäftsführer der Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria gGmbH und Gesamtkoordinator des H2-Reallabors gab einen Überblick über das Projekt für die beiden Bundestagsabgeordneten sowie die weiteren Teilnehmer, unter ihnen Altöttings Landrat Dr. Tobias Windhorst sowie Bezirksrätin Gisela Kriegl. Im Fokus standen dabei erste Ergebnisse aus den insgesamt acht Arbeitspaketen des Projekts, den mittlerweile installierten Labor-Containern und dem beginnenden Transfer der Technologien in die Produktionsprozesse der beteiligten Projektpartner aus der Industrie. Auch das Konzept für die Phase 2 des H2-Reallabor-Projekts wurde erläutert und Möglichkeiten für eine Anschlussförderung diskutiert.
Für die Projektpartner des Projekts H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria informierten Dr. Marcus Schäfer (Vice President Process Development & Excellence der Wacker Chemie AG), Prof. Dr. Dominik Pentlehner (Dekan der Fakultät CTW des Campus Burghausen der Technischen Hochschule Rosenheim) und Dr. Sebastian Fendt (TUM, Lehrstuhl für Energiesysteme, und wissenschaftlicher Koordinator des Projekts).
Dr. Hackl zeigte sich besonders erfreut, dass sich die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB, persönlich vor Ort in Burghausen über den aktuellen Stand und die Entwicklung des H2-Reallbor-Projekts informieren ließ und bedankte sich abschließend bei MdB Stephan Mayer für die Möglichkeit, die aktuellen Entwicklungen rund um das „Innovation-Ökosystem Burghausen“ präsentieren zu können.
Die Parlamentarische Staatssekretärin, Frau Dr. Launert, zollte Respekt für die bisherigen Ergebnisse des H2-Reallabors Burghausens und bekräftigte deren hohe Relevanz für eine wettbewerbsstarke und zukunftsfähige Industrie in Deutschland:
„Das H2-Reallabor Burghausen zeigt eindrucksvoll, wie Forschung und ansässige Industrie Hand in Hand innovative Lösungsansätze entwickeln und erproben können. Damit wird hier der Weg der chemischen Industrie in die klimaneutrale und erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft geebnet – eine Blaupause für die Chemieindustrie.“
MdB Stephan Mayer betonte die Bedeutung des H2-Reallabors Burghausen für die lokale chemische Industrie in der Region, aber auch darüber hinaus:
„Das Wasserstoff-Reallabor ist ein großes Erfolgsmodell, da es in einzigartiger Weise kommunale Partner, wichtige Wirtschaftsunternehmen sowie starke Wissenschaftseinrichtungen miteinander vereint und entscheidende Impulse für den Transformationsprozess der chemischen Industrie hin zur Klimaneutralität gibt. Ich werde mich daher nachdrücklich bei der Bundesregierung dafür einsetzen, dass es eine Anschlussförderung über den März des kommenden Jahres 2027 hinaus gibt.“