Impulse für Ressourceneffizienz

Auf der Berliner Recycling- und Rohstoff-Konferenz präsentieren Forschende neue Technologien für Ressourceneffizienz. Es sind Elemente einer Kreislaufwirtschaft, nachhaltig und klimaschonend wie das Projekt „ecoFluor“ – oder als Recycling-Technik mobil wie das Projekt „ReeL“.
Setzt Impulse für Ressourceneffizienz: r+Impuls (Science Photo Library)
Setzt Impulse für Ressourceneffizienz: r+Impuls
Foto: Science Photo Library

Herzstück etwa der „ecoFluor“-Forschungen ist ein Reinigungsgas für die Halbleiterindustrie, für Bauteile von Mikrochips. Der neue Gasmix, den das Konsortium aus insgesamt vier Partnern entwickelt, enthält bis zu 20 Prozent weniger Fluor und dessen Verbindungen – sämtlichst besonders klimaschädliche Gase. Derzeit wird der umweltfreundliche Gasmix in der Massenproduktion von Wafern für Handys, Laptops oder Taschenrechner getestet. Eine weitere Innovation mit Mehrwert für Umwelt und Rohstoffeffizienz ist der „Edelmetalladsorber“, den Forschende zur Recycling-Konferenz am 11. und 12. März in Berlin vorstellen. Dieses neuartige Textil filtert Edelmetalle aus den Abwässern der metallverarbeitenden Industrie.

Wie „ecoFluor“ und „Edelmetalladsorber“ entstammen auch die beiden weiteren präsentierten Forschungsprojekte der Fördermaßnahme „r+Impuls – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz“. Mit dieser unterstützt das Bundesforschungsministerium Innovationen und Technologien für Rohstoffe der Metall-, Chemie- und anderer ressourcenintensive Branchen weiterentwickelt. Sie sollen nach einem letzten Testlauf nun in die industrielle Anwendung gehen. Denn das ist das Anliegen der Fördermaßnahme „r+Impuls“: Den letzten Schritt nachhaltiger Innovationen vom Labor auf den Markt zu forcieren. Das „r+Impuls“-Projekt „EziRec“ beschreitet diesen Weg erfolgreich. Das Forschungsteam recycelt Zinn aus Abfallprodukten der Leiterplattenfertigung. Im Projekt „ReeL“ wiederum haben Forschende eine mobile Verwertungsanlage für Reste der Lederindustrie entwickelt. – Alle vier Forschungsteams präsentieren den aktuellen Erkenntnisstand ihrer Arbeiten vor rund 300 Entscheidern und Fachleuten aus allen Bereichen der Recycling- und Sekundärrohstoffwirtschaft – Anlagenbau, Komponentenhersteller, Anlagenbetreiber, Service-Dienstleister, Planungsbüros, Consulting-Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung.

Ein weiteres wesentliches Thema der Konferenz ist eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft, die Wiederverwendung bzw. Nutzungsverlängerung von Produkten der Elektronik-Branche, von Metallen und Kunststoffen. Dabei wird das BMBF-Forschungsprogramm zur „Ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft“ mit seinen unterschiedlichen beginnenden Fördermaßnahmen in Vorträgen und Publikationen beschrieben.