01.04.2013
31.03.2019


Innovative Küstenforschung – Symposium zum Schutz und nachhaltige Nutzung für deutsche Küstenmeere

Symposium „Küste 2025“ vom 15. bis 17. April 2015 lädt ins Altonaer Museum
Deich mit grasenden Schafen (Pixybay/CC0 Public Domain)
Nachhaltiger Küstenschutz
Foto: Pixybay/CC0 Public Domain

Bereits heute lebt ein Drittel der Europäischen Bevölkerung und über die Hälfte der Weltbevölkerung in direkter Küstennähe, Tendenz steigend. Auf einem Streifen von weniger als 100 km Breite werden Küstengebiete sowohl als  Lebens- und Wirtschaftsräume genutzt – und sind gleichzeitig verletzliche Ökosysteme gegenüber Wetterextremen und zunehmender menschlicher Nutzung.

Damit stehen Küstenzonen der Welt unter Druck: eine Beanspruchung durch starkes Bevölkerungswachstum und die steigende Nutzung der verfügbaren natürlichen Ressourcen gefährden diese sensiblen Regionen. Die Küstenerosion, die Intensivierung der Landwirtschaft im Einzugsgebiet, die Einleitung von Schadstoffen, die Abnahme der Biodiversität oder der Verlust ganzer Habitate - die Liste der durch den Menschen verursachten Gefährdungen für die sensiblen Küstenökosysteme ist lang. Küstenzonen sind darüber hinaus besonders anfällig für Naturgewalten. Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass bei einem anhaltenden Klimawandel die Naturkatastrophen wie Wetterextreme, Sturmfluten und Überflutungen immer häufiger auftreten werden. In den Küstengebieten sind demnach nicht nur die Natur, sondern auch die Lebens- und Wirtschaftsräume vieler Menschen akut durch den Klimawandel bedroht.
„Küstengebiete zeigen uns deshalb mit ihren sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen sehr deutlich, dass nachhaltige Entwicklung Ziel und Maßstab von gesellschaftlicher Entwicklung und damit von zukunftsfähiger Politik sein muss“, so Wilfried Kraus, Unterabteilungsleiter „Nachhaltigkeit Klima, Energie“ des Bundesforschungsministeriums, zur Eröffnung des Symposiums.

Das Konsortium Deutsche Meersforschung (KDM), Ausrichter des Symposiums „Küste 2025“, hat deshalb die unter seinem Dach vereinte Expertise in einer Strategiegruppe Küste gebündelt. Ihre Aufgabe ist, die Küstenforschung in dieses neue Forschungs- und Anwendungsfeld zu überführen, dabei Entwicklungstendenzen an deutschen Küsten zu skizzieren, bestehende und geplante Forschungsaktivitäten in diesem Bereich zu vernetzen und so den zukünftigen Forschungsbedarf zu formulieren.

Das Symposium „Küste 2025“ wird rund 190 Vertreter aus den norddeutschen Zentren der Küstenforschung, KüsteningenieurInnen sowie VertreterInnen von Ämtern und Behörden, Landes- und Bundesministerien an drei Tagen in unterschiedlichen Foren und Diskussionsrunden zusammenführen.  Die Themenvielfalt des Symposiums reicht dabei von Küstenschutz, Biodiversitätsforschung und Ressourcennutzung bis hin zum Naturschutz und dem Management einer nachhaltigen Nutzung. Ziel ist es, gemeinsam und auf vielen Ebenen die drängenden Zukunftsfragen für die Küstengebiete zu diskutieren und die zukünftigen Forschungsthemen auf die gesellschaftlichen Herausforderungen in den Küstengebieten auszurichten.

Mit dem Symposium unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Agenda-Prozess zur zukünftigen Küstenforschung, der Teil des neuen Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA 3“.  

Link zur Veranstaltung:
http://www.deutsche-meeresforschung.de/de/kueste2025