Intelligente Überwachung soll Korrosionsschutz in Wasser- und Abwasseranlagen erhöhen

Die we3 witte elektrotechnik gmbh, Bentwisch, und die Universität Rostock forschen nach Möglichkeiten, den Wartungsaufwand in wassertechnischen Anlagen durch besseren Korrosionsschutz zu verringern und damit einem Beitrag zum Ressourcenschutz zu leisten. Im Mittelpunkt des zweijährigen Verbundprojektes „REWAKO“ stehen Maßnahmen, die die Lebensdauer der Anlagen erhöhen und die ein frühzeitiges Erkennen von Ausfällen ermöglichen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das im September 2018 gestartete Projekt mit knapp 263.000 Euro.
Mediathekbild - mit dem Titel KMU-innovativ: Nachhaltiges Wassermanagement
Korrosionsschäden an elektrischen Anlagen verursachen in der Wasserwirtschaft erhebliche Probleme. „Fallen bei unseren Kunden beispielweise Verfahrenssteuerungen oder ganze Schaltschranksysteme aus, muss trotzdem gewährleistet sein, dass kein wertvolles Trinkwasser verschwendet wird oder gar die Umwelt durch die unzureichende Behandlung von Abwässern geschädigt wird“, sagt Johannes Witte, Geschäftsführer der we3 witte elektrotechnik gmbh. Das Unternehmen aus dem Rostocker Umland ist Hersteller von elektrischen Schaltanlagen für die Wasser- und Abwasserbehandlung. Sowohl die vorbeugende Wartung als auch Ausfälle von elektrischen Anlagen bis hin zu Totalschäden sind aufwändig, ressourcenintensiv und daher mit hohen Kosten verbunden. Indem die Lebensdauer von elektronischen Komponenten erhöht und defekte Teile frühzeitig erkannt und ausgetauscht werden, steigt die Betriebssicherheit in Wasser- und Klärwerken. „Dies bringt einen echten Mehrwert für Ver- und Entsorger“, so Witte. Auch der Wartungsaufwand verringert sich, sodass Ressourcen wie Energie und Wasser eingespart werden können.

Dabei muss jedoch der Aufwand für Korrosionsschutzmaßnahmen immer im richtigen Verhältnis zu den potenziellen Schäden betrachtet werden. „Schäden in der Technik sind nie 100%-ig vermeidbar. Durch eine intelligente Überwachung soll das Risiko zumindest minimiert und eine vorbeugende Wartung ermöglicht werden," erläutert Professor Mathias Nowottnick vom Lehrstuhl für Zuverlässigkeit und Sicherheit elektronischer Systeme der Universität Rostock. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Projekt sollen zukünftig in die Entwicklung und Konstruktion neuer Steuerungssysteme, Verfahren oder elektrischer Komponenten einfließen und so zu einer Verringerung von Korrosionsschäden an Anlagenteilen führen.

Das Verbundprojekt „REWAKO – Ressourceneffizientes Wassermanagement durch innovativen Korrosionsschutz“ ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Ressourceneffizienz und Klimaschutz", Anwendungsbereich „Nachhaltiges Wassermanagement“. Die Maßnahme gehört zum BMBF-Programm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA³).