Kinder und Jugendliche können bei der Wiederansiedlung helfen

Der Stör existierte schon vor den Dinosauriern. Nun ist er fast ausgestorben. Das Verbundprojekt „Wanderfisch" geht das Problem an.
Als Wanderfisch ist der Stör seinen Fressfeinden 200 Millionen Jahre lang entkommen. Die menschlichen Hindernisse der vergangenen Jahrzehnte könnten seiner Existenz jedoch bald ein Ende setzen. Müll, Abwasser, Wehre und nicht zuletzt die Fischerei haben die Störpopulation in Deutschland zum Aussterben gebracht. Lediglich in Frankreich existiert noch ein Bestand, ansonsten sind europaweit keine Störe mehr zu finden. Das soll sich durch gezielte Wiederansiedlung und Bau von Fischtreppen ändern.

Im Verbundprojekt „Wanderfisch" widmen sich Partner des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei und vom Verein BildungsCent der Problematik. Dabei werden Schülerinnen und Schüler aktiv an Fragestellungen und Lösungsansätzen des Artenschutzes beteiligt.

Störe legen ihre Fischeier in Süßwasser ab und schwimmen hierfür oft hunderte von Kilometern die Flüsse hinauf. Danach kehren sie in die salzigen Meere zurück, wo sie Nahrung im Übermaß finden. In einem animierten Kurzfilm gehen die Schülerinnen und Schülern mit auf Wanderschaft und bekommen die Ursachen der menschengemachten Bedrohung vor Augen geführt.

In gemeinsam durchgeführten Besatzaktionen werden Kinder und Jugendliche zu einer Reise mit dem Stör eingeladen. So werden ihnen Themen wie Gewässerschutz und Gewässerverbauung vermittelt. Gewässerkisten- und karten geben darüber hinaus Anregungen für eigenständige Schulprojekte.

Die Schulmaterialien können ab März unter www.wanderfisch.info bestellt werden, wo schon jetzt weitere Informationen zum Projekt zu finden sind.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres Meere und Ozeane.