Künstliche Intelligenz soll Energiewende und Wasserstoffforschung voranbringen

Künstliche Intelligenz (KI) kann helfen, die Energieversorgung effizienter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Mit dem neuen Förderaufruf „KI4Energy“ unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) deshalb Forschungsprojekte, die KI und Data Science für die Energie- und Wasserstoffforschung nutzbar machen.

Im Mittelpunkt stehen innovative Forschungsansätze, die das Potenzial von KI für die Energiewende erschließen. Gefördert werden Projekte der anwendungsorientierten Grundlagenforschung, die neue datenbasierte Methoden entwickeln und deren technische Machbarkeit zunächst nachweisen.

Der Förderaufruf umfasst vier Themenfelder:

  • Erstens die intelligente Auswertung und Nutzung großer Datenmengen, etwa für bessere Vorhersagen oder die Entwicklung neuer Materialien.
  • Zweitens die Entwicklung digitaler Zwillinge, mit denen sich Energiesysteme realitätsnah simulieren und optimieren lassen.
  • Drittens stehen autonome Systeme und vorausschauende Wartung im Fokus, um technische Anlagen zuverlässiger und effizienter zu betreiben.
  • Viertens sollen adaptive KI-Plattformen entstehen, die Forschende und Anwenderinnen und Anwender bei komplexen Entscheidungen unterstützen – stets nach dem Prinzip, dass Menschen die Kontrolle über KI-gestützte Entscheidungen behalten.

Darüber hinaus fördert der Aufruf die Vernetzung von Forschungsinfrastrukturen und den Austausch von Daten, Methoden und Wissen. So sollen Synergien zwischen Energie-, Wasserstoff- und Materialforschung besser genutzt und die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandorts Deutschland gestärkt werden.

Gefördert werden dreijährige Projekte bis zum Technology Readiness Level (TRL) 3. Angesprochen sind Forschende mit innovativen Ideen, die das Potenzial besitzen, neue digitale Lösungen für die Energie- und Wasserstoffforschung zu entwickeln. Projektskizzen können fortlaufend eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Förderaufruf und zur Einreichung von Projektskizzen finden sich auf der Website des Projektträgers Jülich.