Landscape 2018 - Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit

Vom 12. bis 16. März 2018 veranstaltet das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern erstmals die Tagung „Landscape 2018" im Berliner Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof. Drei parallele Fachsessions, mehr als 75 Vorträge und 70 Poster adressieren den aktuellen internationalen Forschungsstand zu zentralen Herausforderungen einer globalisierten Landwirtschaft: Klimawandel, Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit. Drei Fachexkursionen, ein Workshoptag sowie eine Campus-Tour am ZALF runden das Tagungsprogramm ab.
LANDSCAPE 2018 (Hendrik Schneider / ZALF)
Landscape 2018 Tagungslogo
Foto: Hendrik Schneider / ZALF

Das Thema Agrarlandschaft ist hochaktuell, denn die Mehrzahl der 2015 verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – wie die Reduktion von klimaschädlichen Treibhausgasen, die Armutsbekämpfung, oder die Ernährungssicherheit – hängen direkt oder indirekt von der Nutzung agrarisch geprägter Flächen ab.

Aktuelle Studien sagen bis 2050 ein Bevölkerungswachstum auf 9-10 Mrd. Menschen voraus. Um diese ernähren zu können, müssten wir vor dem Hintergrund aktueller Produktionstechnologien und Landnutzungskonzepte auf etwa der gleichen Fläche wie heute rund 70 Prozent mehr Lebensmittel produzieren", erklärt Prof. Frank Ewert, Wissenschaftlicher Direktor des ZALF und einer der Schirmherren der Konferenz. „Der Klimawandel wird diese Entwicklung eher noch verschärfen. Hinzu kommen die Veränderungen in den Konsum- und Ernährungsgewohnheiten insbesondere in den Industrieländern, wenn wir etwa an Bio-Produkte und Ökologische Landwirtschaft denken. Wir müssen die Produktion sowohl intensivieren, d. h. auf weniger Fläche mehr produzieren, als auch nachhaltiger gestalten, insbesondere mit Blick auf die Klimafolgen. Alle diese Herausforderung zeigen, dass das Thema Agrarlandschaften heute mehr denn je von zentraler Bedeutung ist. Mit der Landscape 2018 bieten wir der Wissenschaft, Praxis und Politik eine Plattform, um gemeinsam und disziplinübergreifend an Lösungen zu arbeiten."

Die Steuerung von Landnutzung im Sinne der Nachhaltigkeitsziele erfordert mehr disziplinübergreifendes Wissen über die Wechselwirkungen von natürlichen und gesellschaftlichen Prozessen und Faktoren, die mit der Nutzung der Landschaft im Zusammenhang stehen. Nur durch eine enge Verzahnung von neuesten grundlagen- und anwendungsorientierten Erkenntnissen aus der disziplinären und interdisziplinären Landschaftsforschung sowie durch den intensiven Austausch mit gesellschaftlichen Akteuren lassen sich tragfähige Maßnahmen und Konzepte zu deren Umsetzung erarbeiten. Mit der „Landscape 2018" will das ZALF hierfür ein Podium etablieren.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).