BECCS-TAB: CO₂-Entnahme durch Abscheidung und Speicherung der Emissionen thermischer Abfallbehandlungsanlagen
Das Projekt BECCS-TAB untersucht und bewertet, wieviel CO₂ bei der thermischen Abfallbehandlung unter welchen sozio-technischen Bedingungen aus der Atmosphäre entnommen und dauerhaft gespeichert werden könnte.
Der Restmüll aus Privathaushalten besteht zu rund 50 Prozent aus Biomasse – wie etwa organische Stoffe, die nicht recycelt werden können. Bei der thermischen Abfallbehandlung – der Müllverbrennung – entsteht daraus biogener Kohlenstoffdioxid (CO₂). Wird dieses abgeschieden und dauerhaft im Untergrund gespeichert, eröffnet sich eine neue Möglichkeit CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen und damit die Effekte des Klimawandels zu vermindern. Wie hoch das Entnahmepotenzial ist, hängt jedoch von verschiedenen technischen und geologischen Bedingungen sowie von gesellschaftlichen und politischen Faktoren ab.
Das Projekt BECCS-TAB untersucht dieses Potenzial und entwickelt Empfehlungen, Vorgaben und Leitfäden, um die CO₂-Entnahmemöglichkeiten an thermischen Abfallbehandlungsanlagen fundiert abschätzen und bewerten zu können. Die relevanten Einflüsse werden im Projekt anhand von Beispielszenarien untersucht. Durch die Projektergebnisse soll das Portfolio an technischen Optionen zur CO₂-Entnahme erweitert werden – im Einklang mit den bestehenden gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben.
Projektwebseite: https://cdrterra.de/consortia/beccs-tab/
Projektleitung:
Name: Dr. Heike Rütters
Institution: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
Anschrift: Stilleweg 2, 30655 Hannover
Tel.: 0511-6432583
E-Mail: heike.ruetters@bgr.de
Projektpartner:
- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
- Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM)
- Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
- Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
- EEW Energy from Waste GmbH
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