CDRSynTra2 – Tragfähige Strategien für den Einsatz von CO₂-Entnahme
Das Begleit- und Syntheseprojekt CDRSynTra2 bündelt wissenschaftliche Erkenntnisse der ersten und zweiten Phase der BMFTR-Fördermaßnahme CDRterra, erstellt Analysen und liefert fundierte Entscheidungsgrundlagen für Politik und Gesellschaft.
Treibhausgasneutralität erfordert neben der Emissionsvermeidung auch den Ausgleich verbleibender Emissionen durch CO₂-Entnahme (Carbon Dioxide Removal, CDR). Nationale und internationale Klimaschutzpfade – wie auch Deutschlands Klimapolitik – berücksichtigen CDR daher als notwendigen Bestandteil. Gleichzeitig ist oft unklar, wie CDR-Ansätze unter realen politischen, ökologischen und gesellschaftlichen Bedingungen sinnvoll einsetzbar sind und wie sie mit anderen Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen zusammenwirken. In der ersten Phase des Forschungsprogramms CDRterra wurde hierfür eine breite Wissensbasis aufgebaut und ein umfassender Bewertungsrahmen für CDR-Methoden entwickelt (mehr).
CDRSynTra2 knüpft als Begleit- und Syntheseprojekt der zweiten Phase von CDRterra direkt an diese Ergebnisse an. Ziel ist es, einen nachhaltigen, tragfähigen und möglichst schnell umsetzbaren Weg aufzuzeigen, wie die CO₂-Entnahme in Deutschland gelingen kann. Dazu wird unter anderem der 2026 veröffentlichte und in der ersten Phase von CDRterra entwickelte Bewertungsrahmen gezielt angewendet. In diesem umfassenden Bewertungsrahmen analysieren die Forschenden, wie sich die verschiedenen Ansätze zur CO₂-Entnahme für Deutschland bewerten lassen – unter Berücksichtigung der technischen Wirksamkeit, der politischen Umsetzbarkeit sowie der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen.
Ein weiteres Ziel von CDRSynTra2 ist es, die bereits bestehende Wissensbasis mit den Erkenntnissen der 17 neuen Forschungskonsortien aus der zweiten Phase von CDRterra zu erweitern. Auf dieser Grundlage erarbeitet CDRSynTra2 konkrete Empfehlungen und Entscheidungsgrundlagen für Akteure aus Industrie, Politik und Zivilgesellschaft. Eine Vielzahl von Dialogformaten unterstützt diesen Prozess und ermöglicht eine informierte öffentliche Debatte zu CO₂-Entnahme in deutschen Klimaschutzpfaden.
CDRSynTra2 bildet auch die Schnittstelle zur Forschungsmission "Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur Dekarbonisierung" der Deutschen Allianz Meeresforschung, die marine CDR-Methode erforscht.
Projektwebseite: https://cdrterra.de/
Projektleitung:
Name: Prof. Dr. Julia Pongratz
Institution: Ludwig-Maximilians-Universität München
Anschrift: Luisenstraße 37, 80333 München
Tel.: +49 89 2180 6652
E-Mail: julia.pongratz@lmu.de
Projektpartner:
- GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
- Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
- Helmholtz-Zentrum hereon GmbH / GERICS-Climate Service Center Germany
- Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
- Ecologic Institut gGmbH
- Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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