CDRnext - CDR-Maßnahmen für die nächste Dekade der EU-Klimapolitik

Das Projekt CDRnext untersucht, wie der Hochlauf von Technologien zur CO₂-Entnahme gelingen kann. Das Zusammenwirken von politischen Maßnahmen und unternehmerischen Geschäftsmodellen steht dabei im Fokus – insbesondere die Integration von CDR in die EU-Klimapolitik.

Um das Ziel eines klimaneutralen Deutschlands zu erreichen, ist es – zusätzlich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen – notwendig auch Ansätze zur dauerhaften Entnahme von CO₂ aus der Atmosphäre umzusetzen. 

Eine wichtige Frage ist, wie Maßnahmen zur CO₂-Entnahme erfolgreich und im großen Maßstab umgesetzt werden können. Dazu müssen unter anderem regulatorische und wirtschaftliche Unsicherheiten aus dem Weg geräumt werden. Bisher fehlt den Unternehmen beispielsweise die Sicherheit, inwieweit die CO₂-Entnahme langfristig wirtschaftlich rentabel umgesetzt werden kann und welche infrastrukturellen Rahmenbedingungen für Transport und Speicherung geplant sind. Ziel des Projekts ist es, Wege zu einem zukünftigen regulatorischen Rahmen für CDR zu entwickeln, der wirksame politische Steuerung und wirtschaftliche Machbarkeit vereint. Hierzu verfolgt CDRnext einen interdisziplinären Brownfield-Ansatz, der davon ausgeht, dass die Hochskalierung von CDR mit dauerhafter Speicherung in bestehende regulatorische Rahmen und Marktmechanismen eingebettet werden kann. Erfahrungen mit Strom-, Gas- und Wasserstoffmärkten und -infrastrukturen bieten hierfür die Grundlage. 

Das Projektteam wird dazu Gestaltungsvorschläge für die (Weiter-)Entwicklung von Politikinstrumenten erarbeiten, die einen CDR-Technologiehochlauf im Zeitraum 2031–2040 ermöglichen. So werden beispielsweise Möglichkeiten einer Einbindung in das Europäische Emissionshandelssystem oder Unterstützungspotenziale durch Förderinstrumente diskutiert. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Unternehmensperspektive als auch nationale, EU- und internationale Sichtweisen. Auf wissenschaftlicher Ebene zielt das Projekt auf die Zusammenführung ingenieur-, wirtschafts- und politikwissenschaftlicher Aspekte ab.

 

Projektleitung: 

Name: Prof. Dr. Christoph Weber
Institution: Universität Duisburg-Essen
Anschrift: Universitätsstraße 12, 45414 Essen
Tel.: +49 201 18-32279
E-Mail: Christoph.Weber@uni-due.de

Projektpartner:

  • Darius Sultani, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung e.V.
  • Dr. Michael Pahle, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung e.V.
  • Dr. Oliver Geden, Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
  • Dr. Nicoletta Brazzola, Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
  • Dennis Schneider, Lehrstuhl für Energiewirtschaft, Universität Duisburg-Essen
  • Cornelia Klüter, Lehrstuhl für Energiewirtschaft, Universität Duisburg-Essen
  • Sarah Großkopf, Lehrstuhl für Energiewirtschaft, Universität Duisburg-Essen

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