ForestOvershoot: Negative Emissionen durch Waldbewirtschaftung & innovativen Holzbau in Deutschland
Der Klimawandel stellt eine Bedrohung für die Wälder Deutschlands dar – und damit auch für ihre Fähigkeit, CO₂ zu binden. Das Projekt ForestOvershoot untersucht, wie Wälder und Holzbau in Deutschland künftig verlässlich CO₂ binden können.
Um seine Klimaziele zu erreichen, setzt Deutschland unter anderem auf die CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre. Wälder leisten dazu einen wichtigen Beitrag – doch Klimawandel, Dürren, Stürme und Schädlinge gefährden diese natürliche CO₂-Senke zunehmend. Gleichzeitig liefern Wälder das Material für den Holzbau, wodurch der darin gebundene Kohlenstoff in langlebigen Holzprodukten gespeichert bleibt.
Das Projekt ForestOvershoot untersucht, wie die Doppelrolle des Waldes als klimarelevanter CO₂-Speicher sowie als Rohstoffquelle für den Holzbau auch unter zukünftigen Klimabedingungen zuverlässig und nachhaltig gelingen kann. Dabei werden Wälder und Holzprodukte als ein zusammenhängendes System betrachtet und verschiedene Klima-, Störungs- und Bewirtschaftungsszenarien analysiert. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Wie viel CO₂ können deutsche Wälder und Holzprodukte künftig binden? Wann ist diese CO₂-Entnahme am wirksamsten, insbesondere wenn Klimaziele vorübergehend überschritten werden (Overshoot)? Die Ergebnisse liefern eine wissenschaftliche Grundlage für klimapolitische Entscheidungen im Bereich Klimaschutz, nachhaltige Waldbewirtschaftung und klimafreundliches Bauen.
Projektleitung:
Name: Dr. Christopher Reyer
Institution: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Anschrift: RD2 - Climate Resilience, Telegrafenberg, P.O. Box 601203, 14412 Potsdam, Germany
Tel.: +49 331 28820725
E-Mail: reyer@pik-potsdam.de
Projektpartner:
- Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
- Öko-Institut e.V. (ÖKO)
- Technische Universität München (TUM)
- Technische Universität Berlin (TUB)
- Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
- Julius Kühn-Institut (JKI)
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