InvisibleDAC: Effiziente Technologien und Systemintegration für die CO₂-Entfernung aus der Luft in Gebäuden
Um der Atmosphäre CO₂ zu entziehen, entwickelt das Projekt InvisibleDAC neue, kompakte und modulare Systeme. Diese sollen in Belüftungssystemen großer Gebäude zum Einsatz kommen und das CO₂ aus der Innenluft filtern und abscheiden.
Um den Klimawandel wirksam zu begrenzen, sind unterschiedliche Maßnahmen erforderlich – darunter auch solche, die bereits vorhandenes CO₂ aus der Atmosphäre wieder entnehmen. Eine Methode sind sogenannte Direct Air Capture-Anlagen, kurz DAC-Anlagen. Diese filtern CO₂ direkt aus der Umgebungsluft und machen es für eine sichere Speicherung oder Weiterverwendung nutzbar. Bislang sind vor allem Großanlagen, wie etwa in Island, in Betrieb. Doch auch kleinere, dezentrale Anlagen bieten großes Potenzial und können in bestehende Infrastrukturen eingebaut werden.
Hier setzt das Projekt InvisibleDAC an und entwickelt neue modulare DAC-Systeme. Diese sollen nahtlos in Belüftungssysteme von Gebäuden, beispielsweise in Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsanlagen integriert werden können. Gegenüber großen DAC-Anlagen bieten diese, insbesondere in dicht besiedelten Ländern, mehrere Vorteile: Die Installation und der Einsatz dezentraler Anlagen können schneller erfolgen, es entsteht kein zusätzlicher Flächenbedarf für neue Anlagen und aufgrund höherer CO₂-Konzentrationen im Inneren von Gebäuden ist eine höhere CO₂-Entnahme als bei Anlagen in ländlicher Umgebung zu erwarten.
Ziel des Projektes ist es, die neuen DAC-Systeme unter realen Bedingungen zu entwickeln und in einer Demonstrationsanlage zu testen, um die Grundlagen für die technische Produktentwicklung zu schaffen.
Projektleitung:
Name: Prof. Dr.-Ing. habil. Roland Dittmeyer
Institution: Institut für Mikroverfahrenstechnik – Karlsruher Institut für Technologie
Anschrift: Hermann-von-Helmholtz-Platz 1, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel.: +49 721 608 23114
E-Mail: roland.dittmeyer@kit.edu
Projektpartner:
- Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Mikroverfahrenstechnik (IMVT), Prof. Dr.-Ing. habil. Roland Dittmeyer
- Universität Hamburg, Institut für Physikalische Chemie, Technische Elektrokatalyse (ITEK), Prof. Dr. Mehtap Özaslan
- Robert Bosch GmbH, Dr. Claudio Baldizzone
- TLK-Thermo GmbH, Dr.-Ing. Finn Richter
- MANN+HUMMEL GmbH, Dr. Andreas Scope
Zuletzt geändert am