PyCCS-2050: Pyrogenic Carbon Capture and Storage 2050
Die Pyrolyse ermöglicht die Umwandlung biogener Reststoffe in Pflanzenkohle, Bioöl und Pyrolysegas und gilt als vielversprechender Ansatz zur CO₂-Entnahme. Das Projekt PyCCS 2050 untersucht, wie diese Produkte bis 2050 hochskaliert werden können.
Für die CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre gibt es unterschiedliche Methoden – darunter auch das vielversprechende Verfahren der Pyrolyse. Dabei werden biogene Reststoffe wie Holzabfälle oder landwirtschaftliche Pflanzenreste unter Sauerstoffausschluss erhitzt und in stabile Pflanzenkohle, Pyrolysegas zum Ersatz von Erdgas und Pyrolyseöl umgewandelt. Die Pflanzenkohle hält langfristig den durch Photosynthese zuvor fixierten Kohlenstoff gebunden und kann gleichzeitig als Bestandteil von organischen und mineralischen Düngemitteln in der Landwirtschaft eingesetzt oder in Baustoffen und Substraten werden. Pyrolyseöle könnten theoretisch als Rohstoffe für fossile Erdölprodukte dienen. Die Pyrolyse-Industrie steckt noch in den Anfängen, ist aber technisch und in Bezug auf die Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung weiter fortgeschritten als viele andere CDR-Technologien und birgt daher ein großes Potenzial für schnell umsetzbaren Klimaschutz und nachhaltige Wertschöpfung.
Das Projekt PyCCS-2050 will die Pyrolyseindustrie auf eine nachhaltige Skalierung bis 2050 vorbereiten. Dazu führt das Projektteam Grundlagenforschung zu allen wesentlichen Pyrolyseprodukten (Pflanzenkohle, Bioöl und Pyrolysegas) durch und entwickelt Strategien, wie diese künftig hochskaliert werden können.
So untersucht PyCCS-2050 beispielsweise, wie Bioöl als Ausgangsstoff für langlebige chemische Produkte genutzt werden kann. Parallel dazu entwickelt das Projekt industriell skalierbare Pflanzenkohle-Düngemittel für die Landwirtschaft und bewertet deren Wirkung unter zukünftigen atmosphärischen CO₂-Konzentrationen.
Projektwebseite: https://cdrterra.de/consortia/pyccs-2050/
Projektleitung:
Name: Prof. Dr. Jens Hartmann, Reinaldy Poetra
Institution: Universität Hamburg, Fachbereich Erdsystemwissenschaften
Anschrift: Bundesstraße 55, 20146 Hamburg
Tel.: +49 40 2395-26686
E-Mail: jens.hartmann@uni-hamburg.de
Projektpartner:
- Hochschule Geisenheim University, Prof. Dr. Claudia Kammann
- Hochschule Offenburg, Prof. Dr. Daniel Kray
- Institut für Nichtklassische Chemie e.V., Dr. Jörg Hofmann
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