BioCas – Multi-Level-Governance von CDR mit Biomassenutzung in Kaskaden
Das Projekt BioCas untersucht die Kohlendioxidentnahme durch Biomasse mit langfristiger Verwendung, sogenannte Nutzungskaskasden. Eine neue Roadmap soll dazu beitragen, den begrenzten Rohstoff Biomasse multifunktional und effizient einzusetzen.
Biomasse ist ein wichtiger Baustein, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann: Aus ihr kann nicht nur Energie gewonnen, sondern über aufeinander folgende Biomasseverwendung die langfristige Entnahme von CO₂ aus der Atmosphäre ermöglicht werden. Damit die biomassebasierten Entnahmeverfahren ihr volles Potenzial entfalten, müssen alle Schritte entlang der Wertschöpfungskette betrachtet werden – von der Gewinnung über die langfristige und nachhaltige Nutzung der Biomasse bis hin zur Speicherung des Kohlenstoffs.
Hier setzt das Projekt BioCas an: Es untersucht, wie CO₂-Entnahme aus Biomasse (bioCDR) in Deutschland umgesetzt werden kann. Ziel des Projektes ist es, bestehende Forschungslücken zu schließen. Denn bislang ist unklar, wie solche Entnahmeverfahren im Sinne einer Kaskadennutzung – also entlang der gesamten Nutzungskette von Biomasse – gesteuert werden können. Dafür analysiert und bewertet das Projekt geeignete bioCDR-Kaskaden, entwickelt einen fundierten, praxisnahen Governance-Rahmen für die Umsetzung und erarbeitet eine Roadmap zur nachhaltigen Steuerung und Skalierung von bioCDR-Kaskaden. So kann der begrenzte Rohstoff Biomasse möglichst effizient und multifunktional eingesetzt werden.
Projektwebseite: https://www.ufz.de/index.php?de=52480 / BioCas - Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ
Projektleitung:
Name: Prof. Dr.-Ing. Daniela Thrän
Institution: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ)
Anschrift: Permoserstraße 15, 04318 Leipzig
Tel.: +49 341 6025-2840
E-Mail: daniela.thraen@ufz.de
Projektpartner:
- Dr. Inga Götz, Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ)
- Dr. Florian Kern, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH, gemeinnützig (IÖW)
- Prof. Dr.-Ing. Jakob Hildebrandt, Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG)
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