RESET: Entwicklung von Strategien zur Entnahme von CO₂ aus der Atmosphäre durch beschleunigte Verwitterung

Das Projekt RESET identifiziert technische und sozioökonomische Hindernisse bei der Anwendung der beschleunigten Verwitterung zur Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre – und entwickelt Strategien zu Nutzungsmöglichkeiten.

Bei der beschleunigten Verwitterung findet Bodendüngung mit natürlichem Gestein statt, um CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen und langfristig zu speichern. Dazu wird fein gemahlenes Gesteinsmehl auf Felder ausgebracht, wo es im natürlichen Prozess mit Regenwasser reagieren kann: Kohlendioxid aus der Atmosphäre löst sich im Wasser, bildet Kohlensäure und wird durch die Mineralien des gedüngten Gestein natürlich gebunden. So soll Kohlenstoff dauerhaft gespeichert und gleichzeitig die Bodenqualität verbessert werden. Dies ist besonders wichtig zur Erhaltung gesunder und artenreicher landwirtschaftlicher Böden und Ökosystemen mit hochproduktiven Kulturpflanzen. 

Das Projekt RESET untersucht die Auswirkungen dieses Verfahrens und erforscht, in welchem Zeitraum welche Mengen CO₂ langfristig aus der Atmosphäre entfernt werden können. Dazu arbeitet das Projekt eng mit Landwirten und Landwirtinnen zusammen, die bereits seit Jahrzehnten Gesteinsmehle einsetzen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen plant das Projekt, technische und sozioökonomische Hindernisse für eine großflächige Umsetzung zu identifizieren und so zur Entwicklung von Roadmaps für die Ausweitung der beschleunigten Verwitterung beizutragen.

Projektwebseite: https://cdrterra.de/consortia/reset/ 
    

Projektleitung:

Name: Dr. Patrick Frings
Institution: GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung (de) / GFZ Helmholtz Centre for Geosciences (en)
Anschrift: Telegrafenberg, 14473 POTSDAM
Tel.: +49 331 6264-28805
E-Mail: frings@gfz.de

Projektpartner:

  • Dirk Sachse (GFZ Potsdam)
  • Pia-Johanna Schweizer (RIFS@GFZ Potsdam)
  • Sander Weine (Herr Stefan Sander)
  • Uberto GmbH (Herr Elmar Heither)

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