01.03.2016 28.02.2021
Bekanntmachung
Auswahlphase
Förderphase
Heute

Brücken bauen in der Biodiversitätsforschung (BIBS)

Das Projekt ‚Bridging in Biodiversity Science (BIBS)‘ untersucht den raschen sich vollziehenden Wandel von natürlichen zu urbanen Ökosystemen und füllt die Lücken zwischen bisher getrennt betrachteten Einheiten (z. B. aquatisch und terrestrische Systeme).

Der wissenschaftliche Fortschritt und die Entwicklung von effektiven Maßnahmen zum Biodiversitätsschutz werden gebremst durch die in der Biodiversitätsforschung seit langer Zeit bestehende Trennung in einzelne Forschungsdisziplinen und die Untersuchung von einzelnen, oft isolierten Systemen. Dies mit der Überbrückung von Disziplinen, Skalen und Systemen zu überwinden, ist das übergeordnete Ziel des Projektes 'Bridging in Biodiversity Science (BIBS)'. Die schnelle Veränderung von ökologischen Systemen als Herausforderung im Blick, sollen in BIBS Studien an häufig vernachlässigten Schnittstellen zwischen den Disziplinen durchgeführt und der Mehrwert sowie die Grenzen des Brückenkonzeptes ausgelotet werden. Im Fokus der Arbeitspakete steht das überbrückende Element in der Forschung zu aquatisch-terrestrischen Systemen, ländlich-städtischen Gradienten, Ökosystemkomponenten auf und unter der Erdoberfläche sowie in natürlichen versus neuartigen Ökosystemen. Mit dem Ziel, für die Politik solide Empfehlungen zu entwickeln, wird die gesamte Kette von Ursachen, Mechanismen und Folgen der Veränderung über verschiedene Ökosysteme und räumlich-zeitlichen Skalen hinweg betrachtet. Die Ergebnisse werden in einer Gesamtsynthese zusammengestellt und als konzeptionelle Publikationen sowohl an die wissenschaftliche Gemeinschaft als auch an politische Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit gegeben. Zusätzlich beinhaltet BIBS eine Wissenschafts-Gesellschafts-Plattform mit zwei wesentlichen Aufgaben: Einerseits soll mit 'Citizen Science'-Projekten (Bürgerwissenschaften) eine Brücke zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft geschlagen werden, andererseits soll eine Plattform für den Wissensaustausch mit Politik und Gesellschaft etabliert werden. Seit März 2019 untersucht BIBS auch drängende neuartiger Herausforderungen, wie Mikroplastik in Wasser und Böden, invasive Arten und Trockenstress und ihre Wechselwirkungen auf die Biodiversität.

Der ersten dreijährigen Förderphase (2016-2019) des Projekts 'Bridging in Biodiversity Science (BIBS)' folgt nun seit März 2019 eine weitere zweijährige Phase, die im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt gefördert wird. Insgesamt fördert das BMBF die Fördermaßnahme BIBS mit 10,5 Mio. Euro. Im Auftrag des BMBF (Referat 724 „Globaler Wandel - Klima, Biodiversität") betreut der Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit des DLR Projektträgers die Fördermaßnahme fachlich und administrativ.

Nachrichten zur Maßnahme

Zuletzt geändert am