01.06.2013 30.09.2018
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Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit in der Meeresforschung

Die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit China auf dem Gebiet der Meeresforschung besteht seit 1986. Chinesischer Partner des BMBF ist die "State Oceanic Administration" (SOA). Deutschland und China haben seitdem eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Meeresforschung aufgebaut. Ein deutsch-chinesischer Lenkungsausschuss kommt regelmäßig zusammen, um laufende Projektaktivitäten zu bewerten und neue Themenschwerpunkte zu identifizieren.

Ein weiterer Meilenstein in der deutsch-chinesischen Kooperation ist die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zwischen dem Bundesforschungsministerium und SOA während der 2. Regierungskonsultation im August 2013. Darin wurde beschlossen, zusätzlich zu den bestehenden Forschungsthemen die drei Schwerpunkte "physikalische Ozeanographie, marine mineralische Ablagerungen und Polarforschung" in die gemeinsame Förderung aufzunehmen. Zur Verstetigung der gemeinsamen Erklärung wurde im Juni 2013 im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung und des Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung" (FONA) eine Ausschreibung für bilaterale Forschungsprojekte im Bundesanzeiger veröffentlicht. Insgesamt wurden mehr als 40 Projektskizzen eingereicht.

Seit Mitte 2014 werden mehr als zehn bilaterale Projekte gefördert. Diese decken thematisch die folgenden Fachgebiete ab:

  1. Tiefseeforschung mit den Themen „Dynamik des Erdmantels und geochemische Kreisläufe" sowie „Mineralische Rohstoffe am Meeresboden"
  2. Marine Umweltveränderungen mit den Themen „Auswirkungen der Umweltveränderungen auf tropische marine Ökosysteme", „Land - Meer Wechselwirkungen und Küstendynamik" sowie „Beobachtung und Modellierung ozeanischer Prozesse auf verschiedenen Skalen"
  3. Polarforschung mit den Themen „Veränderungen des Meereises und die Auswirkungen auf die marine Umwelt in Polargebieten" sowie „Paläoklimatische Entwicklung seit dem letzten Glazial in den hohen Breiten"

Im November 2015 fanden ein wissenschaftlicher Workshop und bilaterale Gespräche zwischen dem Bundesforschungsministerium und SOA in Qingdao statt. Im Juni 2016 erschien eine zweite bilaterale Ausschreibung, die thematisch genauso breit angelegt war wie die erste Ausschreibung.

Im November 2016 fand erneut ein wissenschaftlicher Workshop in China statt, außerdem treffen sich Vertreter der deutschen und chinesischen Forschungsministerien zu weiteren bilateralen Gesprächen, bei denen zukünftige Forschungsprojekte diskutiert werden.

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